Hyundai i30: Der Herausforderer
Ab 15.990 Euro ist der neue Kompakte aus Korea zu haben. Für den Marktleader Golf stellt der kräftig überarbeitete Hyundai i30 nicht nur preislich eine ernsthafte Gefahr dar. Wir sind den Herausforderer aus Fernost testgefahren.

Hübsch und erwachsen ist er geworden der neue Hyundai i30. Der Markstart erfolgt im März ab einem Preis von sehr fairen 15.990 Euro.
Der Kompaktmarkt ist im Aufruhr. Ende des Jahres inthronisiert Volkswagen die 7. Generation des Golf und ringsum bringen die Hersteller mit Kampfeseifer ihre Kompaktmodelle in Stellung um dem Wolfsburger Giganten etwas entgegensetzen zu können. Und das können sie. Das ist auch VW Chef Martin Winterkorn bewusst, wie sich vergangenen Herbst auf dem Frankfurter Autosalon gezeigt hat, als der der mächtigste Mann der Branche zum Stand des Konkurrenten Hyundai hinüber gewackelt ist und den neuen Hyundai i30 inspiziert hat. Legendär die heimlich mitgefilmte Szene, wie er seine Mitarbeiter griesgrämig anblafft, dass bei der Lenkradverstellung „nix scheppert“ und die verängstigten Adlati harsch fragt: „Warum können die das und wir nicht?"
Premium-like
Wie es außer der nicht scheppernden Lenkradverstellung um den Rest des neuen Hyundai i30 bestellt ist, davon haben wir uns bei den ersten Testfahrten ein Bild machen können. Und eines vorweg: Winterkorns Detailbefund lässt sich auf das gesamte Fahrzeug ausweiten. Die Verarbeitung des Interieurs ist auf Anhieb als hochwertig auszumachen, die Materialien brauchen den Vergleich mit jenen in so genannten Premium-Produkten keineswegs zu scheuen. Wohin man auch greift, alles ist weich unterfüttert und aufwändig beschichtet. Eine Freude auch das Design, das sich durch klare Linien auszeichnet und einer gewissen Eleganz nicht entbehrt.
Raumgewinn
Dass die bei der Präsentation zur Verfügung gestellten Fahrzeuge allesamt voll ausgestattet waren und sowohl über 7-Zoll Touchscreen mit ansprechender Navi-Grafik und das 1.500 Euro teure Leder-Luxus-Sitzpaket verfügten, hat den positivem Eindruck vielleicht etwas über Gebühr verstärkt. Was aber über alle Ausstattungsversion des i30 hinweg spürbar ist, ist der deutlich gewachsene Innenraum. Auf allen fünf Plätzen braucht niemand zu darben. Und auch für die im Gepäckraum untergebrachten Koffer wurde im neuen i30 deutlich mehr Volumen generiert - statt der 340 im Vorgänger sind nur 378 zu befüllen.
Gereifte Persönlichkeit
Und in dieser Tonalität geht es es auch punkto Fahrkomfort dahin. Der neue i30 vermittelt eine gereifte Straßenlage mit konziliant abgestimmter Federung, die den Eindruck zulässt, in einem Fahrzeug einer Klasse höher zu sitzen. Dazu trägt auch die optimierte Geräuschdämmung bei, die den Benziner nahezu völlig verstummen und den Diesel nur noch wie aus weiter Ferne vernehmbar werden lässt. Ein nettes Feature ist das ab der zweiten Ausstattungsstufe serienmäßige so genannte Flex Steering. Dabei kann der Lenkwiderstand individuell an die jeweilige Fahrsituation angepasst werden: „Normal“ für die Stadt, „Sport“ für kurvenreiches Terrain und „Comfort“ für die Langstrecke.
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DruckenSenden16.02.2012 von Christian Zacharnik