Hyundai i40: Neue Kundenschichten erobern
Mit dem ersten Mittelklasse-Kombi will Hyundai noch besser wahrgenommen werden und Marktanteile ausbauen.

Mitte Juli beginnt Hyundai mit der Auslieferung des i40 Kombi. Die Limousine folgt Anfang 2012.
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Es ist nicht das größte Segment im Automobilmarkt, aber ein sehr prestigeträchtiges. Hyundai will nun verstärkt in der gehobenen Mittelklasse Marktanteile gewinnen. War man bisher nur mit einer Limousine, dem Sonata, vertreten, kommt nun erstmals ein Kombimodell in dieser Klasse auf den Markt. Die Limousine des i40 darf erst Anfang nächsten Jahres an den Start, Hyundai gibt dem Kombi den Vorzug – kein Wunder dürften doch gut zwei Drittel aller Bestellungen auf den Praktiker entfallen. Ab 2012 erwartet sich Hyundai in Österreich rund 1200 bis 1300 verkaufte Einheiten vom i40. Damit wäre man auf Anhieb sehr stark in diesem dicht besetzten Markt der VW Passats, Opel Insignias, Ford Mondeos, Peugeot 508, Mazda6, Toyota Avensis, oder wie sie alle heißen mögen, vertreten. Erfolge wie mit dem ix35 oder ix20 lassen wenig Zweifel aufkommen, ob ihnen das gelingen mag.
Design als ein Lockmittel
Hyundai-Österreich Geschäftsführer Hansjörg Mayr bringt es auf den Punkt: „Hyundai ist nach wie vor eine Eroberer-Marke.“ Gemeint ist, dass rund zwei Drittel aller Neuwagenkäufer der koreanischen Marke vorher ein Fahrzeug eines anderen Herstellers gefahren haben. Die Schwierigkeit besteht darin, potenzielle Kunden in das Fahrzeug zu bekommen, um sie von den Qualitäten des Produkts zu überzeugen. Der erste Ansatz beim Hyundai i40 führt über das Design. Mit dem „Fluidic Sculpture“-Design folgt Hyundai den aktuellen Trends. Das bedeutet auch für den Kombi eine betont dynamisch-sportliche Ausprägung, wie es zum Beispiel der Opel Insignia Sports Tourer oder der Volvo V60 vorgemacht haben. Kräftig gespannte Linien an der Seite erwecken den Eindruck als würde sich das Auto selbst im Stand bewegen. Der charakteristische, hexagonale Kühlergrill erhöht den Wiedererkennungswert. Die Scheinwerfer haben ein geschwungenes LED-Tagfahrlicht integriert. Die Designer haben sich dabei von Falkenaugen inspirieren lassen. Modernen Kombis sieht man das Praktische nicht mehr so stark an, sprich die Dachlinie senkt sich nach hinten ab, die Heckscheibe steht relativ schräg. Damit geht eindeutig eine Einschränkung der Sicht nach hinten einher, über Platzmangel muss man sich allerdings keine Sorgen machen.
Praktische Qualitäten und hoher Reisekomfort
Der Kofferraum des Hyundai i40 Kombi fasst bei fünfsitziger Bestuhlung 553 Liter. Durch simples Umlegen der Rücksitzlehnen steigt der Laderaum auf beachtliche 1719 Liter an. Für 290 Euro Aufpreis gibt es einen praktischen Ladeboden mit Schienensystem und Fixiermöglichkeiten. Viel Platz für das Gepäck muss nicht wenig Platz für die Passagiere bedeuten. Auch im Fond reist es sich sehr angenehm. Auf den vorderen Sitzen hat man eine etwas höhere und aufrechtere Sitzposition, als man sie von manch anderen Limousinen und Kombis gewohnt ist. Sie bieten aber hohen Langstreckenkomfort. Wer sich für die mittlere der drei Ausstattungsstufen, für Premium, entscheidet bekommt bereits eine elektrische Verstellmöglichkeit für den Fahrersitz und Sitzheizung für alle Sitze, auch im Fond. Optional gibt es Ledersitze, die dann auch belüftet werden können. Das zeigt auch, dass sich Hyundai hinsichtlich Qualität und Anmutung deutlich verbessern will. Hartplastik war gestern, heute ist das Armaturenbrett mit Softtouch-Oberfläche in dezentem Schwarz ausgeführt. Die Instrumente sind klar gezeichnet und haben einen technoiden Charakter. Die Mittelkonsole ist groß dimensioniert und relativ übersichtlich.
Umfangreiche Ausstattung und neue Technik-Features
An Serienausstattung hat der Hyundai i40 alles zu bieten, was man sich von einem Modell der oberen Mittelklasse erwartet. Sieben Airbags und ESP sind ebenso serienmäßig wie Lichtsensor und statisches Abbiegelicht, Einparkhilfe vorne und hinten, CD-Radio, Klimaanlage, Bluetooth-Freisprecheinrichtung, Lederlenkrad, elektrische Fensterheber und Zentralverriegelung mit Fernbedienung. In der Premium-Ausführung kommen 17-Zoll-Leichtmetallfelgen, Regensensor, Zwei-Zonen-Klimaautomatik, Lenkradheizung, Smart Key (schlüsselloses Zugangs- und Startsystem), elektrisch verstellbarer Fahrersitz und Sitzheizung vorne und hinten hinzu. Darüber rangiert noch die Style-Version mit 18-Zöllern, Xenon-Scheinwerfern, Navigationssystem und Rückfahrkamera. Ergänzend gibt es noch einige Pakete und Optionen. Interessant ist etwa der Einparkassistent (790 Euro), der beim Parallelparken die Lenkarbeit übernimmt, oder der Spurhalteassistent (490 Euro).
Sparsame Diesel als erste Wahl
Haben Design und Ausstattung potenzielle Kunden noch nicht überzeugt, geht es ans Fahren. Zum Marktstart hat Hyundai vier Motorisierungen im Angebot. Den Einstieg macht ein 116-PS-Common-Rail-Diesel. Den 1,7-Liter-Motor gibt es auch mit 136 PS, der sich bei ersten Testfahrten als ideale Wahl herausgestellt hat. Der Motor entwickelt von unten heraus ausreichend Kraft und ist weitgehend laufruhig. Der Durchschnittsverbrauch beträgt 4,7 Liter und ist damit um einen Zehntelliter höher als bei der schwächeren Version. Optional bietet Hyundai das Blue Drive-Paket an mit Start-Stopp-System und rollwiderstandsarmen Reifen. Dann sinkt der Verbrauch auf 4,5 bzw. 4,3 Liter (116 PS), letzteres entspricht einem CO2-Ausstoß von nur 113 Gramm pro Kilometer. Beide Motoren verfügen über ein manuelles Sechsgang-Getriebe, die 136-PS-Version ist auf Wunsch auch mit einer Sechsstufen-Automatik zu haben. Das Motorenprogramm wird durch zwei Direkteinspritz-Benziner ergänzt. Der 1.6 GDI leistet 135 PS, der Zwei-Liter-Vierzylinder kommt auf 177 PS Leistung. Deren Durchschnittsverbrauch liegt bei 6,0 Litern (136 PS, mit Blue Drive) und 7,2 Liter. Der 177-PS-Benziner ist wiederum wahlweise mit Sechsgang-Schaltgetriebe oder Automatik erhältlich.
Preis bleibt noch ein kleines Geheimnis
Mitte Juli beginnt Hyundai in Österreich mit der Auslieferung des neuen i40 Kombi. Die Limousine folgt wie erwähnt zum Beginn des kommenden Jahres. Bis zum letzten Abdruck wird noch um den Preis verhandelt, daher kann man vorerst nur Richtwerte angeben. „Der Einstiegspreis“, verrät Geschäftsführer Mayr, „ wird zwischen 25.000 und 26.000 Euro liegen.“ Das ist keine Kampfpreis, mit der gebotenen Ausstattung im Hinterkopf aber ein sehr interessantes Angebot. Zumal Hyundai auch bei der Garantie ein besonderes Zuckerl zu bieten hat. Unter dem Namen "Five Year Triple Care" bietet Hyundai fünf Jahre Garantie auf das Fahrzeug, fünf Jahre Mobilitätsgarantie und fünf Jahre eine jährliche Zustandsprüfung des Fahrzeuges - alles ohne Kilomterbegrenzung.
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DruckenSenden22.06.2011 von Thomas Weibold