Hyundai Genesis Coupé: Koreaburner
Hyundai drängt mit dem exklusiven Genesis Coupé in die rassige Sportwagenliga.

In limitierter Stückzahl ist ab sofort das Hyundai Genesis Coupé in Österreich erhältlich.
Das Coupé-Thema war bei Hyundai seit Beginn der Verkaufstätigkeit in Österreich angesagt. 1992 startete die koreanische Marke hierzulande mit vier Pkw-Modellen, darunter der S Coupé mit 1,5-Liter-Benzinmotor und 84 PS. Mit dem Nachfolger Tiburon wusste Hyundai dann schon eher zu begeistern. Ab April bricht aber ein völlig neues Zeitalter an. Das Genesis Coupé hat absolut das Zeug dazu die etablierten Vertreter im Sportcoupé-Segment zu ärgern. Allein optisch hat das Coupé einen deutlichen Sprung nach vorne gemacht. Die Karosserie spannt sich eng über das Chassis. Die Front ist aggressiv geschnitten, die Motorhaube zieht sich in langem Bogen zur Windschutzscheibe. An der Seite erzeugen zwei kräftige Sicken eine Z-Linie und das Heck verdeutlicht die sportliche Kompetenz durch zwei Endrohre und einen angedeuteten Diffusor.
Massig Leistung auf die Hinterräder
Radikal neu am Genesis Coupé ist aber das Antriebskonzept. Dass der Motor vorne sitzt rückt noch nicht allzu sehr von der Norm ab. Für Hyundai neues Terrain ist allerdings der Heckantrieb. So soll es sein bei einem Sportcoupé. Ein erster wichtiger Garant für Fahrspaß ist damit gegeben. Über die 84 PS des ersten Hyundai Coupés kann das Genesis Coupé nur milde lächeln. Unter der Haube sitzt im „Basismodell“ ein neuer Zwei-Liter-Turbobenziner mit 213 PS und einem maximalen Drehmoment von 302 Newtonmetern. Mit dem manuellen Sechsgang-Getriebe ist der Sprint von 0 auf 100 km/h in acht Sekunden erledigt. Der Durchschnittsverbrauch liegt laut Werk bei 9,5 Litern. Hyundai weiß aber noch eines draufzusetzen und bietet das Genesis Coupé auch mit einem 3,8-Liter-V6-Motor mit 303 PS Leistung an. Dessen maximales Drehmoment liegt bei 361 Newtonmetern und für den 100er-Sprint sind dann nur mehr 6,3 Sekunden anberaumt. Der Verbrauch klettert leicht auf 9,9 Liter pro 100 Kilometer. Serienmäßig verfügt das V6-Coupé über eine Sechsgang-Automatik von ZF, dann natürlich mit Schaltwippen am Lenkrad.
Der Sport-Check
Auf ersten Kilometern durften wir die rare Erscheinung des Sechszylinder-Coupés mit manuellem Sechsgang-Getriebe testen. Der Motor macht akustisch auf rabiat, dürfte aber gern ein paar tiefere Töne ausspucken. Die Schaltung überzeugt durch kurzen Schalthebel und ebensolche Schaltwege und verlangt nach einem festen Handgriff. Der marginale tonale Mangel wird durch das Ansprechverhalten des V6-Motors mehr als wettgemacht. Beim Tritt auf das Gaspedal geht es ab wie die Feuerwehr. Das Fahrwerk ist ausgezeichnet straff abgestimmt und das Popometer ermittelt gute Werte. Alles andere als Heckantrieb wäre für dieses Fahrzeug nonsens gewesen. Für das Handling sitzt an der Hinterachse ein Torsen-Sperrdifferenzial. Als Rettungsanker ist ESP serienmäßig an Bord. Das Potenzial zur Fahrspaß-Maschine hat das Genesis Coupé in jedem Fall.
Die Komfortseite
In der Topausführung bekommt man zusätzlichen Komfort geboten, den man aber im 2,0-Turbo-Modell gegen schlanken Aufpreis dazuordern kann. So hat das V6-Coupé schwarze oder cognac-farbige Lederausstattung, ein Premium-Soundsystem und ein Startpaket mit Smart Key und Startknopf zu bieten. Das Basismodell steht aber nicht in vielem nach. Front-, Seiten- und Kopfairbags sind dort ebenso serienmäßig, wie Einparkhilfe, CD-Radio, Klimaautomatik, Sitze in Stoff-/Lederkombination, Multifunktions-Lederlenkrad und Tempomat. Offiziell ist das Genesis Coupé ein 2+2-Sitzer. Durch die stark abfallende Dachlinie sollten die „+2“ aber nicht all zu groß sein. Auf dem sportlichen Ledergestühl vorne sitzt man recht gut. Als Sportcoupé-Fahrer würde man allerdings gerne eine Nuance tiefer sitzen, so fühlt es sich ein wenig limousinenartig an. Das Lenkrad steht relativ weit unten. Statt von einer Höhenverstellung müsste man eher von einer Tiefenverstellung sprechen.
Exklusives Vergnügen zu feinen Preisen
Wer sich für das Hyundai Genesis Coupé interessiert, sollte nicht zu lange überlegen. Ursprünglich war der sportliche 2+2-Sitzer nur für den Markt in den USA gedacht. Eineinhalb Jahre nach der Einführung dort, darf sich nun aber auch Europa über den flotten Koreaner freuen. Für den alten Kontinent sind in diesem Jahr allerdings nur 1000 Stück geplant. Als Österreicher darf man sich da schon glücklich schätzen, kommen doch immerhin 110 Stück davon zu uns. Eine Reihe ausgewählter Hyundai-Händler hat ihre Modelle schon bestellt und wartet nun auf Käufer. Ab sofort gibt es das 2,0-Turbo-Modell ab 34.990 Euro, die 303 PS starke V6-Version gibt es für 39.990 Euro.
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