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Ausgehöhlt und aufgepowert: Der Bonneville-Kizashi leistet im Boost-Modus kurzfristig 900 PS. Damit ging´s über den Salzsee in Utah mit fast 330 Sachen. Ein Rekord!
 
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Suzuki Kizashi auf Speed

Der schnellste Suzuki aller Zeiten: Der neue Kizashi fährt im Bonneville-Trimm fast 330 km/h schnell. Der modifizierte Vierzylinder-Benziner leistet im Boost-Modus kurzfristig 900 PS. Die zivile, 178 PS starke Kizashi-Limousine kommt Ende September nach Österreich.

26.08.2010 | 00:00 | (autonet)

Suzuki Kizashi! Ausgerechnet ein Suzuki. Dort, wo sonst Rennzigarren raketengleich gegen die Stoppuhr fahren, Porsche und Ferrari mit den Rekorden ringen und bisweilen sogar die Schallmauer durchbrochen wird, hat jetzt eine simple japanische Mittelklasselimousine von sich Reden gemacht. Denn als erster Suzuki in der Geschichte hat der Kizashi bei den Speedweeks auf den Salzseen von Bonneville im US-Staat Utah die 200-Meilen-Marke geknackt: Eine Geschwindigkeit von 203,720 Meilen pro Stunde oder 328,9 km/h machen ihn zum schnellsten Straßen-Suzuki aller Zeiten.

Bis zu 900 PS
Zugegeben, ganz so brav und bieder, wie der Viertürer auf den ersten Blick aussieht, war der Jetta-Konkurrent im Bonneville-Trimm natürlich nicht. Sondern für den Einsatz auf dem Salzsee wurde das Auto komplett entkernt, mit Überrollkäfig und Schalensitz bestückt und auch unter der Haube ein wenig verfeinert: Ein überarbeiteter Zylinderkopf, geschmiedete Kolben und Pleuel und ein geradezu bösartiger Turbo mit spezieller Kühlung kitzeln aus dem 2,4 Liter großen Vierzylinder gewaltige 500 PS, die sich mit einem Boost kurzfristig sogar noch einmal fast verdoppeln lassen. 900 PS – da wird sogar ein Ferrari-Fahrer blass.

Festgezurrt
Logisch, dass auch das Fahrwerk erheblich verstärkt werden musste. Aber nicht nur das: Die Fensterscheiben wurden mit speziellen Halterungen versehen, damit das Glas auch bei mehr als 300 km/h an seinem Platz bleibt, und natürlich gibt es auch zusätzliche Verankerungen für die Motorhaube.

Highperfomance-Bremse
Weil der Bolide von Bonneville selbst mit den ebenfalls gründlich modifizierten Bremsen kaum zum Stehen zu bringen wäre, haben die Japaner noch ein weiteres Gimmick eingebaut: Wie sonst nur Kampfjets, das Spaceshuttle und die Autos aus den James-Bond-Filmen hat der Kizashi sogar einen eigenen Bremsfallschirm.

Zivile Variante kommt Ende September
Zwar gilt den Amerikanern das Rennen auf den Saltflats als Ritterschlag für die vergleichsweise schnöde Asien-Limousine. Doch viel mehr als Ruhm und Ehre werden die Kunden davon nicht haben – schließlich darf man jenseits des Atlantiks nirgends so schnell fahren. Und auch wenn der Wagen Ende September zu Preisen ab 34.990 Euro nach Österreich kommt, muss sich keiner fürchten: Mit seinen serienmäßig 178 PS ist kurz hinter 200 Sachen Schluss.

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