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Ab 7990 Euro kann man den nett aussehenden Suzuki Alto sein Eigen nennen.
 
  • Bild: Marion Rodler
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Suzuki Alto: Zaubert ein Lächeln ins Gesicht

Klein, lieb, sparsam, ideal für die Stadt und das schon ab 7990 Euro. Damit kann der Suzuki Alto im autonet.at-Intensivtest punkten.

05.01.2010 | 00:00 | (autonet)

In der Liga der ultrageilen Traumwagen kann der Suzuki Alto nicht mitspielen und trotzdem ist er ein Garant für ein zufriedenes Lächeln im Gesicht. Wie das? Natürlich hat es seinen Reiz in der Mega-Luxuskarosse mit den irrwitzigsten Technik-Sperenzchen durch die Gegend zu fahren. Aber wenn immer der Preis für dieses Vergnügen mitschwingt und sich der automobile Alltag in all seiner Brutalität präsentiert mit engen Parklücken und Garagen, nervigem Großstadtverkehr, neidigen Blicken der anderen und horrenden Tankrechnungen, dann hört sich der Spaß schnell auf.

10.790 Euro für den Suzuki Alto mit Klimaanlage und CD-Radio
Als Suzuki Alto-Fahrer kann man diese Gedanken entspannt ausblenden. Was die Japaner hier auf vier Räder gestellt haben, hat Hand und Fuß, ist verdammt günstig und kann in vielen Punkten überzeugen. Natürlich gibt es einiges, das man in Kauf nehmen muss, aber unter dem Strich überwiegt das Positive, wenn man nach einem kleinen, wendigen Wägelchen für die Stadt sucht und aufs Geld schaut. 7990 Euro sind eine Preisklasse, die mit dem Gebrauchtwagenmarkt konkurrieren kann. Dafür bekommt man den Alto mit 3,65 m Länge, fünf Türen, Frontairbags, Servolenkung und umlegbarer Rücksitzlehne. Etwas spärlich vielleicht? Na gut – im Topmodell Deluxe bekommt man sechs Airbags, ESP, elektrische Fensterheber vorne, Zentralverriegelung mit Fernbedienung, Klimaanlage, CD-Radio, höhenverstellbaren Fahrersitz, geteilte Rücksitzlehnen und 14-Zoll-Alufelgen um immer noch sehr respektable 10.790 Euro. In unserem Testwagen kommen noch 220 Euro für die Metallic-Lackierung und rund 400 Euro für das Flag-Designaufkleberset dazu.

Freundlich aussehender Einpark-Meister
Die wahren Vorzüge spielt der Alto im alltäglichen Stadtverkehr aus. Mit seinen Abmessungen muss er weder enge Gassen noch schmale Parklücken scheuen. Gekonnt nutzt er jeden freien Millimeter aus und dank ausreichender Übersichtlichkeit kommt der Mensch hinter dem Steuer nicht ins Schwitzen. Von außen betrachtet spielt der kleine Suzuki die Smilie-Karte aus. Das Design ist stimmig, wirkt keinesfalls emotionslos gezeichnet und muss daher niemals derart gerechtfertigt werden: „Sieht halt so aus, aber kostet doch nur …“ Völlig zu recht könnten also Sohnemann oder Töchterlein auf ihr erstes eigenes Auto Stolz sein. Im Innenraum herrscht Hartplastik vor. Das Lenkrad lässt sich in der Höhe verstellen. Dahinter ist der gut ablesbare Geschwindigkeitsmesser zu sehen. Der aufgesetzte Drehzahlmesser ist nur im Topmodell erhältlich. Vermisst wird ein geschlossenes Handschuhfach, es gibt nur eine offene Ablage. Die Sitze bieten einigermaßen Seitenhalt, die Sitzfläche hätte sich aber eine bessere Polsterung und mehr Konturen verdient. Mit 1,90 m Körpergröße füllt man den Alto zwar gut aus, fühlt sich aber keineswegs beengt. In der zweiten Reihe geht es abmessungsbedingt natürlich enger zu. Die schmalen Türen erlauben auch nur Ausstellfenster. Der Kofferraum ist mit 129 Liter für den kleinen Einkauf tauglich, lässt sich durch Umlegen der Rücksitzlehnen allerdings auf bis zu 774 Liter erweitern.

Wie sich 68 PS mit gerade einmal 885 kg Fahrzeuggewicht tun und warum man nicht um den Verlust des Führerscheins zittern muss, erfahren Sie auf Seite 2.
Kann der Suzuki Alto schon beim Anschaffungspreis punkten, so weiß er im Unterhalt erst recht zu überzeugen. Unter der kurzen Motorhaube sitzt ein Ein-Liter-Dreizylindermotor mit 68 PS. Der gönnt sich laut Werksangaben zwischen 3,8 Litern Benzin außerstädtisch und 5,5 Litern im Stadtverkehr. Im autonet.at-Intensivtest waren es kaum mehr. Mit 103 Gramm CO2-Ausstoß pro km kann der Alto auch im Umweltranking aufzeigen. Dank gerade einmal 885 kg Eigengewicht reichen die 68 PS Leistung aus, um im Großstadtgewühl mit zu schwimmen. Deutlich mehr Mühe hat der kernig klingende Dreizylinder mit 90 Nm maximalem Drehmoment um auf Autobahntempo zu kommen. 155 km/h Höchstgeschwindigkeit sind dagegen ein ausreichendes Maß, um sich nicht in die 40-Tonner-Kolonne auf der rechten Spur einreihen zu müssen und gleichzeitig eine Absicherung gegen den Verlust des Führerscheins, sollte man einmal per Radarblitz auf das 130-km/h-Tempolimit aufmerksam gemacht werden.

Leichtgängige Lenkung und feines Schaltgetriebe überzeugen
Zugegeben – mehr als 155 km/h will man dem Fahrwerk des Suzuki Alto auch gar nicht zumuten. Aus Wien hinausfahrend auf der A1 gibt sich der kleine Japaner wie ein junger Rehbock, der durch die taufrische Maiwiese hüpft. Im angestammten Revier der Großstadt wird man von dieser kleinen Unannehmlichkeit dagegen wenig merken. Da freut man sich vielmehr über die leichtgängige Lenkung und den feinen Wendekreis von gerade einmal neun Metern sowie das angenehme Fünfgang-Schaltgetriebe.

Fazit
Sieht gut aus. Ist klein und wendig und dank seiner Abmessungen wie gemacht für die Stadt. Kostet nicht die Welt und gibt sich im Unterhalt ausgesprochen sparsam. Hat eine passable Serienausstattung und ist mit einem Listenpreis zwischen 7990 und 11.490 Euro (inkl. Automatikgetriebe) eine interessante Option für Einsteiger in die automobile Welt oder notorische Gebrauchtwagenkäufer.

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