Zur Mobilversion wechseln
Die wohl günstigste Möglichkeit ein kleines, sportliches Auto zu fahren: Der Suzuki Swift Sport
 
  • Bild: SUZUKI INTERNATIONAL EUROPE GMBH
  • Senden
  • Drucken

Suzuki Swift Sport: Nur die Flammen fehlen

Die ultimative Traumkapsel unserer Jugend: Mit diesem Auto ist man auch heute noch Sonnenkönig vor jedem Gymnasium.

30.06.2009 | 00:00 | (autonet)

Da gab es einen Mitschüler, der hatte dieses Auto; also nicht genau dieses, sondern dessen Vorläufer in den achtziger Jahren, einen Swift GTi mit 101 PS – in weiß. Eine Wahnsinnsrakete, die noch dadurch gewann, dass sie der Kollege mit Aufklebern anheizte: auf der Motorhaube, an den Flanken, überall waren Flammen, ein Inferno!

Wenn man sich den neuen Swift ansieht, muss man erkennen: Es hat sich in 20 Jahren nichts Grundlegendes geändert. Wie damals ist der Japaner eine der günstigsten Möglichkeiten, ein sportliches, kleines Auto zu fahren. 125 PS sind zwar mehr als zuvor, im herrschenden Leistungs-Wettrüsten allerdings wenig spektakulär. Vielleicht heißt der Swift deshalb „Sport“, nicht mehr GTi.

Gutes, altes Macho-Gehabe
Vom Macho-Gehabe lässt sich der Swift dennoch nicht abbringen: Nach wie vor verfolgt er das alte Rezept sportlichen Daherkommens: schwarz-rote Sportsitze mit integrierten Kopfstützen, gelochte Pedalerie, große (und gefakte) Lufteinlässe vorne, zwei verchromte Endrohre hinten, ein kleiner Dachspoiler und mächtige 17-Zoll-Felgen. So wenig originell diese Bestückung auch sein mag, ihre Wirkung verfehlt sie nicht. Der kleine Swift steht stolz am Asphalt, wirkt mächtiger als die meisten seiner Klassengenossen.

Innen hat das Hexen allerdings ein Ende: Sitzt man vorne noch fein, wird man hinten eingedost; und der Kofferraum ist klein, da gibt’s nichts zu beschönigen; die Rückbank ist ungeteilt. Erstaunlich ist dagegen die Ausstattung des sportlichen Swift. In dem knappen Kaufpreis ist sogar schon eine sehr gut funktionierende Klimaautomatik, ein eher gewöhnungsbedürftiges schlüsselloses Schließ- und Startsystem, ein CD-MP3-Radio mit Lenkrad-Bedienung sowie das ESP enthalten.

Vergebliche Suche nach dem sechsten Gang
Was hingegen fehlt, ist ein sechster Gang: Beim Beschleunigen noch sehr tapfer, beginnt man auf der Autobahn sofort mit der Suche nach einem Gang, der die enorme Drehzahl senkt. Allein, man wird nicht fündig. So bleibt ein Gefühl, wie wenn man in der Stadt nur mit dem ersten Gang fahren würde, es lärmt und tönt, dazu schickt das harte Fahrwerk Grüße von der Fahrbahn; man kommt sich immer schneller vor, als man tatsächlich unterwegs ist. Vielleicht ist das ein Teil der aktiven Sicherheit, die den Swift durchaus zum Maturageschenk qualifiziert.

  • Senden
  • Drucken