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Der neue Subaru Outback kostet zwischen 39.990 und 59.990 Euro.
 
  • Bild: Thomas Weibold
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Subaru Outback: Rauf auf die Alm

Subaru hat seinen Gelände-Kombi gründlich überarbeitet und den feinen Boxer-Dieselmotor noch einmal leiser gemacht.

29.09.2009 | 00:00 | (autonet)

Vor allem im östlichen Landesteil spielt Subaru in der Wahrnehmung eine kleinere Rolle. Aber man sollte sich einmal in ein Modell des japanischen Allradspezialisten setzen und eine Runde fahren, um zu verstehen, was die Marke drauf hat. Und in vielen Fällen wird man überzeugt sein. Das trifft auch auf den neuen Outback zu – das auf Wald- und Wieseneinsatz getrimmt Topmodell von Subaru. Kurz nach der Europapremiere in Frankfurt haben wir die Möglichkeit gehabt, erste Testkilometer abzuspulen.

Dezenter Aufritt für den Crossover-Kombi
Lange musste sich ja Subaru die Frage anhören, warum sie kein echtes SUV-Modell anbieten. Das haben sie zwar mittlerweile in Form des Tribeca gemacht. Beharrlich haben sie aber den Outback vor dem SUV-Virus verschont. Und die aktuelle Diskussion contra große Geländewagen für die Stadt gibt ihnen nun Recht. Daher nimmt sich der Outback im Auftreten auch dezent zurück. Ein wenig Offroad-Optik und 20 cm Bodenfreiheit reichen doch völlig aus, um im alpinen Österreich und vor allem im Winter für sorgenfreies Vorankommen zu sorgen. Der Outback ist ein so genanntes Crossover-Modell, simpel ausgedrückt ein hochgestellter Kombi mit schützendem Plastik-Unterbau. Am ehesten ist er zu vergleichen mit einem Audi A4 allroad, obwohl einen direkten Konkurrenten sieht Subaru Österreich Geschäftsführer Werner Andraschko nicht. Dafür hat der Outback zu eindeutige Alleinstellungsmerkmale.

Boxer-Dieselmotor gibt sich noch einmal eine Spur leiser
Die da wären: Boxermotor, symmetrischer Allradantrieb, linearer Antriebsstrang, tiefer Schwerpunkt und damit ausgezeichnete Fahreigenschaften. In der neuen Form ist der Outback in allen Dimensionen leicht gewachsen, misst nun 4,78 m in der Länge, 1,82 m in der Breite und 1,61 m in der Höhe. Das Design wirkt robust und erlaubt sich dabei keine stilistischen Spielereien. Unter der Motorhaube kommen ausschließlich Boxermotoren zum Einsatz, die soweit angepasst wurden, dass sie die nun geltende Euro 5-Norm erfüllen. Die größte Bedeutung – rund 90 Prozent aller Outback-Käufer werden darauf zurückgreifen – hat der 2-Liter-Boxer-Turbodiesel mit 150 PS. Das einzige Aggregat in dieser Bauform auf dem Markt, ist ein echter Glücksgriff der Subaru-Ingenieure. Im aktuellen Outback gibt er sich noch einmal deutlich laufruhiger, kräftig in Punkto Leistung und sparsam beim Verbrauch. Auf 100 km nimmt er nur 6,4 Liter Diesel zu sich. Gekoppelt ist der Boxer-Diesel mit einem neuen Sechsgang-Schaltgetriebe.

Auf Seiten der Benziner hat der Kunde die Wahl zwischen einem 2,5-Liter-Boxermotor mit 167 PS und eine Sechszylindermotor mit 260 PS. Der Hubraum wurde dabei auf 3,6 Liter erweitert. Der Vierzylinder ist mit manuellem Sechsganggetriebe oder mit einer neuen stufenlosen Automatik erhältlich. Das Lineatronic-Getriebe überrascht mit einem niedrigeren Verbrauch als die manuelle Variante. Diese Kombination verbraucht 8,4 statt 8,6 Liter Benzin pro 100 km. Der Sechszylinder-Boxer ist ausschließlich mit einer Fünfgang-Automatik erhältlich.

Über die ausgezeichneten Fahreigenschaften sowie Ausstattung und Preise erfahren Sie mehr auf Seite Zwei.
Alle Outback-Modelle verfügen über permanenten Allradantrieb. Je nach Getriebevariante wird die Kraft unterschiedlich auf die Achsen verteilt. Bei den manuell geschalteten Modellen wird die Antriebskraft über ein Zentraldifferenzial an die Achsen weitergeleitet. Der Outback 3.6 R benutzt ein Planentengetriebe zur variablen Drehmomentverteilung und ist leicht hecklastig ausgelegt. Der Fahrer selbst muss sich um den Allradantrieb nicht kümmern und kann die ausgezeichneten Fahrleistungen genießen. Die Grenzen der Fahrphysik bekommt er am ehesten durch das Quietschen der Reifen mit. Zu forsches Fahren wird vom serienmäßigen Stabilitätsprogramm VDC abgefangen. Dank dieses Systems kehrt nun auch wieder die Berganfahrhilfe in den Outback zurück, die ein Zurückrollen bei Steigungen verhindert.

Bei der Sicherheit hat der Subaru Outback eine verstärkte Karosseriestruktur zu bieten. Dem Kunden wird das unter anderem dadurch auffallen, dass nun auch bei diesem Modell die Seitenscheiben nicht mehr rahmenlos sind. Sechs Airbags und ein zusätzlicher Gurtstraffer für den Beckengurt an den Vordersitzen sind ebenso serienmäßig wie aktive Kopfstützen und ein verbesserter Fußgängerschutz.

Outback Boxer Diesel ab 39.990 Euro erhältlich
Der neue Subaru Outback ist ab 1. Oktober bei den heimischen Subaru-Händlern erhältlich. Das Volumensmodell mit dem 150-PS-Dieselmotor ist ab 39.990 Euro zu haben und bietet unter anderem Zwei-Zonen-Klimaautomatik, Sechsfach-CD-Wechsler, elektrisch verstellbarer Fahrersitz, Xenon-Scheinwerfer mit Scheinwerfer-Reinigungsanlage und 17-Zoll-Alufelgen. Der 2.5i-Benziner ist ab 41.990 Euro erhältlich (Aufpreis CVT-Getriebe 2000 Euro). 59.990 Euro sind für das Topmodell Outback 3.6R zu bezahlen. Dafür bekommt man aber auch ein elektrisches Panorama-Schiebedach, Ledersitze, ein schlüsselloses Zugangs- und Startsystem, ein McIntosh Audiosystem, DVD-Navigationssystem mit Rückfahrkamera und das SI-Drive-System, bei dem das Motor- und Antriebsmanagement in drei Stufen verändert werden kann, für besonders sportliches Fahren.

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