Zur Mobilversion wechseln
Böser Junge: Der Subaru Impreza WRX STi
 
  • Bild: FUJI HEAVY INDUSTRIES Ltd.
  • Senden
  • Drucken

Subaru Impreza: Knallradantrieb

Die nächste Evolutionsstufe bringt mehr Hubraum, mehr Leistung und für alle, die zwischendurch zu Atem kommen wollen, eine dicke Portion Alltagstauglichkeit.

30.06.2009 | 00:00 | (autonet)

Eigentlich bräuchte man für dieses Auto eine verschneite Bergstraße, und wenn man es ganz richtig machen will, dann sollte einem auch der Berg gehören. Denn nur unter diesen hübschen Umständen kann man den Impreza WRX STi artgerecht auswinden, ohne dass man Handschellen verpasst bekommt. Diese Gefahr ist tatsächlich virulent. Jedes Detail an diesem Auto wurde auf Angriff gebürstet: die goldenen Felgen, der Heckspoiler, die mächtig gerundeten Radkästen. Kein Wunder, dass die innere Ampel auf Grün schaltet und sämtliche Hemmschwellen in den Keller fallen.

Dancing-Star für Racingfreaks
Respekt ist daher angebracht, vor allem, weil Subaru erstmals auf das Hubraumlimit der WRC-Autos pfeift. Das ist sinnvoll, denn warum sollte man sich abseits des Wettbewerbs mit zwei Liter begnügen, wenn man auch 2,5 Liter haben kann. Damit lässt sich die Leistungsentfaltung besser abschmecken und der Spitzenwert auf saftige 300 PS erhöhen.

Verbesserungswürdig bleibt allerdings das Ansprechverhalten bei niedrigen Drehzahlen, man muss immer wach sein und den richtigen Gang eingelegt haben, sonst könnte einen glatt ein Familien-TDI vorführen. Einmal im Turbobereich angekommen, gibt es freilich kein Halten mehr; die Drehzahlnadel wird zum Dancing Star für Racingfreaks, und man muss emsig im etwas knöchernen Getriebe rühren, um nicht in den Begrenzer zu rasseln.

Schonend für Nerven und Geldbörse
Diese aggressive Charakteristik kann aber auch entschärft werden. Das neue System SI-Drive erlaubt per Drehregler nämlich eine geschmeidigere Abstimmung des Motors, die nicht nur die Nerven, sondern auch die Geldbörse schont: Im „Intelligent-Mode“ verbaucht der Impreza weit weniger Sprit als im extremen „Sport-Sharp-Mode“. Dieses freundliche Entgegenkommen im Alltag wird im WRX der neuen Generation noch weiter fortgesetzt: Das Fahrwerk verlangt keine Leidensfähigkeit, die Geräuschkulisse bleibt bei schnellen Autobahnetappen auf erstaunlich niedrigem Niveau, der Sitzkomfort ist vorne wie hinten vorzüglich.

Einziges Zugeständnis an das extreme Konzept des Impreza muss man beim kläglichen Ladevolumen machen. Doch wenn wir die Wahl zwischen Allrad oder mehr Kofferraum, hätten, raten Sie doch, wie wir uns entscheiden würden.

  • Senden
  • Drucken