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Der neue Kia cee´d kommt im Mai zu Preisen ab 16.470 Euro zu uns. Die 7 Jahre Garantie sind ab der Basis serie .
 
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Kia cee"d: Kompaktkarrierist

Kia fährt fort die Konkurrenz erzittern und die Kunden erstaunen zu lassen - dieses Mal mit der zweiten Generation der absoluten Konzernstütze, dem Kia cee´d. Derartiges war man bisher nur vom Premiumsegment gewohnt. Der erste Test.

18.04.2012 | 00:00 | (autonet)

Von einem der auszog, die Konkurrenz das Fürchten zu lehren. So oder so ähnlich könnte der Titel des Erfolgsmärchens von Kia lauten. In schnöden Wirtschaftsdaten ausgedrückt heißt das: seit Jahren Zuwachsraten im hohen zweistelligen Bereich, beständig steigender Marktanteil, 290.000 verkaufte Autos in Europa 2011, 350.000 sollen es heuer werden. Das nächste Ziel laut Marketing-Vicepresident Benny Ouyen: 500.000 verkaufte Autos und damit unter die Top 10 der „Mainstreamplayer“ in Europa zu kommen.

Von respektabel zu begehrlich
Vor kurzem, lassen Sie es fünf Jahre her sein, hätte man sich bei Aussagen wie diesen noch an Stirn getippt. Was einen damals in einem Kia empfing war nichts als unteres Mittelmaß. Und jetzt? Wir sitzen im neuen Kia cee´d und wähnen uns ohne Übertreibung in einem deutschen Premiumprodukt. Gediegen der Geruch, edel die Materialien, auf der Höhe der Zeit das Design. War schon der Vorgänger ein - nicht mehr, aber auch nicht weniger - respektables Gefährt, so ist der neue cee´d ein tatsächlich begehrenswertes Auto geworden. Nicht unerwähnt lassen wollen wir aber, dass wir bei der Präsentation durchwegs topausgestattete Modelle gefahren sind, die mit 7“-HD-Display im Tacho, Leder, elektronischer Parkbremse, edlen Chromeinsätzen und vielem mehr, Glanz und Gloria verbreiteten. Wie sich die Brot-und-Butter-Versionen ausmachen, wird sich ab Mai zeigen, wenn der cee´d bei uns auf den Markt kommt.

Fast schon makellos
Am sehr wohlgestalten Äußeren des neuen cee´d wird sich auch in unteren Ausstattungsbereichen, abgesehen von Zierkappen statt 18-Zöllern, nicht viel ändern. Der ob seiner Wundertaten für Kia zum absoluten Designstar in der Autobranche aufgestiegene Peter Schreyer hat den Biedermann von einst in ein, man muss es sagen, echtes Schmuckstück verwandelt – und das ganz ohne übertrieben große Gesten. Perfekte Proportionen, maßvolle Dynamik und das nötige Quentchen Eleganz sind die Ingredentien für das sehr stilsichere Auftreten des neuen cee´d. Wenn es dann doch etwas zu bekritteln gibt, dann ist es das im Vergleich zur aufregenden Front, weniger charakterstarke Heck.

Komfort ist sein Metier
Der visuell sehr selbstbewusste Gestus des neuen cee´d setzt sich auch im funktionellen Bereich fort. Das fängt beim fast schon limousinenhaften Raumgefühl an, was sich durch verbesserte Kopf- und Beinfreiheit auf allen Plätzen belegen lässt und geht über in ein sehr ausgereiftes Fahrverhalten. Das manifestiert sich zum einen in der vorbildlichen Akustik und zum anderen im neutral bis gutmütig abgestimmten Fahrwerk mit auf Komfort ausgerichteter Stoßdämpfung. Eine Charakteristik, die mit der motorischen Grundstimmung des cee´d einhergeht. Zum Rasen animiert keiner der insgesamt vier zur Verfügung stehenden Aggregate, auch nicht der stärkeren zwei, der 135-PS-Direkteinspritzbenziner (1,6 GDI) und der 128-PS-Diesel 1,6 (VGT). Die große Stärke der beiden liegt im flotten Gleiten – besonders in Verbindung mit dem neuen, reaktionsschnellen 6-Gang-Doppelkupplungsgetriebe für den Otto und dem 6-Gang-Wandler für den Selbstzünder.

Vorteil Diesel
Die Einstiegsmotorisierungen, der 1,4-l-Benziner mit 100 und der 1,4-l-Diesel mit 90 PS müssen von Hand beschaltet werden, allerdings immerhin auch jeweils mit 6 Gängen, die speziell beim Benziner ob des doch recht kärglichen Drehmoments auch kräftig in Anspruch genommen werden müssen. Da ist doch, wenn es preislich in gewissen Sphären bleiben soll, der Diesel die bessere Wahl - nicht zuletzt auch aufgrund des mit 4 Litern um 1,6 Liter besseren Durchschnittsverbrauchs. Wem es darum geht, der wird um den Top-Diesel mit einem von Werksseite angegebenen Verbrauch von 3,7 Liter nicht herum kommen. Das dazu notwendige Start-Stop-System ISG ist ab der zweiten Ausstattungsstufe Motion serienmäßig, allerdings nur in Verbindung mit dem Schaltgetriebe.

Specialedition zum Start
Das Preiskapitel ist bei Kia traditionell ein doch generell recht erfreuliches Der Einstieg ist mit 16.790 Euro ein wohlfeiler. Dafür gibt’s den 100-PS-Beziner in der Cool-Ausstattung, also mit Klima und elektrischen Fensterhebern vorne. Die Klimaautomatik ist ab der dritten Stufe Motion Pro zu haben und 16-Zoll-Alufelgen gibt’s ab der zweithöchsten Ausstattung Active. Das Highend-Paket Active Pro mit dem 1,6 l-Diesel, Automatik und 17-Zöllern schlägt sich mit 27.490 Euro zu Buche. Die berühmten 7 Jahre Garantie ist obligat. Zum Markstart im Mai bietet Kia den cee´d als limitierte Specialedition Dynamic und Dynamic Pro mit einem auf die Ausstattung bezogenen Preisvorteil von 2.000 Euro.

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