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Kein Vergleich mit seinem Vorgänger, dem Magentis. Der elegant-dynamische Optima kommt im Jänner und kostet ab 26.990 Euro.
 
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Kia Optima: Nomen est omen

Zack, Zack geht´s bei Kia. Nach dem Rio und dem Picanto ist der Optima der dritte Wurf der Koreaner in diesem Jahr. Wir sind den elegant-dynamischen Magentis-Erben testgefahren. Lesen Sie hier unsere ersten Eindrücke, wann der Optima kommt und wie viel er kostet.

07.12.2011 | 00:00 | (autonet)

Man muss dieser Tage ein bisschen aufpassen, bei Neupräsentationen von Kia. Die Truppe rund um CEO Paul Philpott ist derart euphorisiert, dass man Gefahr läuft, als ein der differenzierten Betrachtung verpflichteter Motorjournalist davon mitgerissen zu werden. Aber wie man es auch dreht und wendet, so sehr man sich in I-Tüpfel-Reitereien ergeht, man kann eines nicht leugnen: Kia macht derzeit so ziemlich alles richtig und zwar so, dass nicht nur die Japanische Konkurrenz in Anbetracht des Erfolgs der Marke dasteht, wie die Kuh vorm Scheunentor. Und während Nippons Autoindustrie derzeit auf der Tokio Autoshow seine Planlosigkeit demonstriert, brennt der westliche Nachbar ein Modellfeuerwerk ab, das im neuen Kia Optima seinen vorläufigen Höhepunkt findet.

Design-Atout
Wie schon für jedes Modell seit dem Soul, ist Designstar Peter Schreyer auch für den Optima verantwortlich. Der Deutsche hat der 4,85 Meter langen Businesslimousine dank niedriger Dachlinie und breitem Radstand eine elegant-dynamische Silhouette verpasst. Das Heck besticht durch eine fein ausbalancierte, kraftvolle Struktur. Das hämisch-angriffslustige LED-Grinsen der Frontalen richtet sich, so scheint es, an lang gediente Mitbewerber, denen Kia mit dem Optima ans Leder will. Eine Ambition, die sich auch im punktgenau auf europäische Geschmäcker ausgerichteten Interieur widerspiegelt: die Atmosphäre ist gediegen, die Materialien hochwertig, die Verarbeitung tadellos, das Bedienkonzept einfach.

Entspannte Performance
Der flüssige Eindruck setzt sich dann im Fahrbetrieb weiter fort. Der Optima geriert sich, wie man es von einer Limousine seines Schlages erwartet. Das Fahrwerk ist komfortabel, aber nicht schwammig ausgeführt und überzeugt vor allem auf Autobahnstrecken. Wir sind den Optima mit dem 136 PS starken 1.7 CRDi, der zwar akustisch, aber halt auch punkto Performance keinen Hehl aus seiner Bauart macht. Der Kickdown entfesselt bereits ab 2.000 Touren ein Drehmoment von 320 Newtonmeter, was sich sehr positiv auf des Fahrers Entspannungsgrad bei Überholmanövern auswirkt. Der repräsentative Gestus des 1,5 Tonnen schweren Optima verlangt geradezu nach der sanft und unauffällig arbeitenden 6-Gang-Automatik. Leider muss dann auf die beim Schalter serienmäßige Start-Stopp-Automatik (ISG) verzichtet werden, was mit verantwortlich dafür ist, dass der automatisierte Optima mit einem Durchschnittsverbrauch von 6 Litern um einen 1 Liter mehr schluckt als der handgeschaltene.

Benziner und Hybrid ab dem Sommer
Wer von den derzeitigen Dieselpreisen abgeschreckt ist, muss auf den 2-l-Benziner mit 170 PS warten, der im Sommer auf den Markt kommt. Deutlich interessanter ist allerdings die ebenfalls im Sommer erscheinende Hybridversion des Optima mit einer Systemleistung von 190 PS und einem Verbrauch von 5,4 Liter auf 100 Kilometer. Preislich wird der Hybrid-Optima allerdings die mit herkömmlichen Antrieben versehenen Versionen deutlich überschreiten. Die ersten vagen Angaben gehen in Richtung 40.000 Euro.

Preis und Marktstart
Um etwas mehr als die Hälfte davon und zwar 26.990 Euro ist der Optima in der Einstiegsversion mit dem 2-Liter-Benziner zu haben. Der Diesel kommt auf 28.490 mit Schaltung und einen Tausender mehr mit Automatik. In der untersten Ausstattungskategorie „Motion“ ist bereits Klimaautomatik, Tempomat, Lederlenkrad, Sitzheizung vorne , 16-Zoll-Alufelgen und CD-Radio vorhanden. Ab der Ausstattung „Active“ gibt’s die automatische Einparkhilfe, Licht- und Regensensor sowie eine Kühlfunktion für den Fahrersitz und 17-Zoll-Alufelgen. Wer alles will, also auch den Spurhalteassistent, die Ledersitze, das Glasschiebedach, die Navigation, das Infinity-Soundsystem und die 18-Zöller muss in Kombination mit dem 1.7 CRDi und Automatik immer noch wohlfeile 35.990 Euro auf den Ladentisch knallen.

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