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Ab 8.990 Euro ist der 3,6 Meter kurze KIA Picanto zu haben.
 
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KIA Picanto 1.2 Active: Problemlos klein

Der neueste unter den Kleinstwagen stellt sich mit 85 PS starkem Vierzylinder-Benziner dem autonet.at-Intensivtest.

21.09.2011 | 00:00 | (autonet)

In Zeiten steigender Spritpreise und des immer präsenter werdenden Umweltbewusstseins gewinnen Kleinstwagen wie der KIA Picanto sukzessiv an Bedeutung. Für einen richtigen Kleinstwagen-Boom wird ab nächsten Februar der VW up! sorgen. Wer dann nicht in der Menge untergehen will, sollte wie der Picanto ein schick designtes Karosseriekleid tragen.

Hingucker
Seit Peter Schreyer die Linienführung bei KIA in die Hand genommen hat – im Herbst 2006 – geht es mit dem koreanischen Hersteller steil bergauf. Der Picanto ist einer der letzten der nun auch das neue Markendesign – Kühlergrill in H-Form, fein gezeichnete Scheinwerfergrafik samt LED-Tagfahrlicht und eine schicke Heckleuchtengrafik – trägt. Einen stimmiger designten Kleinstwagen bietet der Fahrzeugmarkt derzeit nicht.

Ausreichend Leistung und …
Stimmig präsentieren sich auch das Fahrwerk und das Antriebsaggregat des kleinen Koreaners. Die angenehm direkte Lenkung und der spritzige 85 PS-Benziner verführen geradezu zum Zick-Zack-Fahren im Stadtverkehr. Parkplatzprobleme gehören der Vergangenheit an – kein Wunder bei 3,6 Meter Außenlänge. Ebenso wenig können dem Picanto die immer weiter in die Höhe schnellenden Benzinpreise etwas anhaben, denn selbst dort wo er sich am wohlsten fühlt – in der Stadt – begnügt er sich mit 5,5 Liter.

… ausreichend Platz
Die Innenraummaterialien wirken solide und hochwertig und die Instrumente lassen sich auch bei Sonneneinstrahlung gut ablesen. Positiv fällt vor allem die griffgünstige Platzierung aller Regler und Taster für Radio und Klimaanlage auf. Und was in vielen deutschen Mittelklassefahrzeugen immer noch Aufpreis kostet, ist beim Picanto bereits ab der zweihöchsten Ausstattungsstufe „Cool“ serienmäßig – ein USB- und AUX-IN-Anschluss für das MP3-CD-Radio. Dank des großen Radstands von 2,39 Meter fühlen sich vier Personen auch auf längeren Strecken wohl. Von langen Reisen zu fünft ist eher abzuraten. Nachteil des großen Radstands und den kurzen Überhängen: Der Kofferraum wird klein. Im Vergleich zum Vorgänger ist der zwar etwas größer geworden und fasst nun 200 Liter. Mehr als ein großer Koffer passt jedoch trotzdem nicht hinein. Da hilft nur ein Umklappen der Rücksitzlehnen. Dann stehen bis zu 870 Liter Volumen zur Verfügung.

Ausstattung und Preis
Bereits für 8.990 Euro ist der dreitürige Picanto „Hot“ mit 69 PS starkem 1-Liter-Benziner zu haben. Der von uns getestete 5-Türer in der zweithöchsten Ausstattung Active, stärkerem 1,2-Liter-Benziner und 5-Gang Handschaltung kostet mindestens 13.590 Euro. Für diese Variante bietet KIA auch ein 4-Gang Automatik-Getriebe an – ab 14.190 Euro (3-Türer). Zur Serienausstattung des Active-Modells zählen unter anderem ABS, ESP, ein Berganfahrassistent, aktive Kopfstützen vorne, elektr. verstell-, einklapp- und beheizbare Außenspiegel, eine automatische Klimaanlage, Sitz- und Lenkradheizung, Rückfahrwarner, LED-Tagfahrlicht, usw..

Fazit
Für knapp 9.000 Euro hat KIA mit dem Picanto einen grundsoliden Kleinstwagen im Programm. Wer Annehmlichkeiten wie eine Sitzheizung oder eine automatische Klimaanlage will, muss zur Ausstattungsstufe Active und mit mindestens 12.390 Euro (1.0 MPI 3-Türer) doch tiefer in die Tasche greifen. Trotzdem lässt der Picanto die Konkurrenz mit seinem ausgewogenen Fahrwerk und attraktiven Design hinter sich.

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