Zur Mobilversion wechseln
 
  • Bild: Franz J. Sauer
  • Senden
  • Drucken

Range Rover Evoque 2,2 SD4: Der kleine Lord im Dauertest

Ein Jahr mit dem oberhippen Schickster der noblen, aber sonst eher raubeinigen Briten-Marke.

18.12.2013 | 14:45 | (autonet)

Der Brite liebt bekanntlich das Understatement. Der neue Evoque aus dem Hause Range Rover bedient sich dieser Begrifflichkeit allerdings auf eine andere Art und Weise und zäumt den Gaul von hinten auf. Optisch ist er nämlich viel, nur keinesfalls unauffällig.

Applaus, Applaus!

Der enorme Erfolg des Evoque begann schon vor seinem ersten offiziellen und handfesten Auftritt im Händlerschauraum. Noch bevor irgendjemand einen Fuß in den kompakten Briten-SUV setzen, geschweige denn eine Probefahrt unternehmen konnte ging das jugendlichste Modell aus dem Hause Range Rover bereits mehr als 20.000 Mal über den Ladentisch. Und das wohl nur mal ebenso wegen seiner extravagenten Optik. Selbige ist allerdings schon per se eine Sünde wert. Und früge man mich um meine persönliche Meinung, ist der neue Evoque wohl derzeit eines der schönsten und eigenständigsten Fahrzeuge überhaupt. Es gibt sie also doch noch, die Designikonen des Automobilbaus. So reiht sich der Evoque in die Hall of Fame der unverwechselbaren Zeitlos-Designs ein, denn er könnte rein optisch durchaus als futuristische Vison aus den 50ern, als ein brandaktuelles Fahrzeug der Gegenwart oder auch als einem Science Fiction-Movie mit Plot im Jahr 2054 entsprungen, durchgehen. Besonders die Coupé-Variante als Dreitürer trifft den Punkt des guten Geschmacks perfekt, wenn auch man dadurch klarerweise ein wenig Komfort und Platz im Vergleich zum fünftürigen Modell einbüßen muss. Im Inneren geht das Programm dann dort weiter wo es außen aufhört. Die Ausstattung und Verarbeitung ist Range Rover pur - perfekt!

„Comfy“ im Innenraum

Hochwertige Materialen, edle Bezüge, perfekte Verarbeitung - so lautet der Grundtenor im Interieur. Besonders geschickt gelöst hat man die Problematik der Platzverhältnisse, wollte man doch im deutlich kleineren Evoque ein ähnlich komfortables Ambiente wie in den größeren Versionen, Range Rover und Range Rover Sport, bieten. Unterm Strich fühlen sich großgewachsen Menschen im Evouqe fast etwas besser aufgehoben als im nächstgrößeren Modell Range Rover Sport. Die Kopffreiheit ist trotz Panoramadach äußerst großzügig. Sitzposition und Einstellbarkeit der Sitze und des Lenkrads sind für jeden Geschmack perfekt, auch in der zweiten Reihe des dreitürigen Modells finden zwei Personen locker Platz, einzig der Einstieg gestaltet sich, wie bei Coupés nunmal üblich, etwas schwierig. Im Heck des Dreitürers finden 550 Liter Platz. Bei umgelegten Rücklehnen (Verhältnis 2:3) sogar 1350 Liter.

Understatment, aber wo?

All das hat ja nun noch nicht wirklich viel mit Understatement zu tun, denn dass packt der Evoque erst beim Fahren aus. Und zwar Off- wie auch On-Road! Range Rover hätte hier einen Ruf zu verlieren. Denn auch der kleine Evoque soll nicht aus der Reihe tanzen. Wo Range Rover drauf steht, muss auch Range Rover drin sein, so die Devise. Und das haben die Briten wieder mal eindrucksvoll umgesetzt: Der Evoque leistet sich schon auf der Straße keinen Patzer. Bis zum Topspeed gleitet der 190PS starke Allrad-Diesel sänftengleich üder den Asphalt. Der Innenraum bleibt ruhig wie in einer Oberklasse-Limousine. Und als einziger seiner Klasse verfügt der Evoque auch über vollumfängliche Offroad-Kompetenzen, wie er uns schon auf den ersten Kilometern bewiesen hat.

  • Senden
  • Drucken