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Total vernetzt unterwegs: Apps im Auto

Smartphones und Apps helfen den Alltag zu planen, uns an Geburtstage zu erinnern und für Unterhaltung zu sorgen. Warum sollten wir also nicht auch beim Autofahren die Vorteile neuer Technologien nutzen?

27.03.2017 | 13:58 | autonet

Autos werden immer mehr zu mobilen Computern. Wann die nächste Wartung ansteht, welche Musik wir am Morgen hören wollen, auf wieviel Grad die eigenen vier Wände vorgewärmt werden sollen, bevor wir nach Hause kommen: Moderne Autos wissen das alles und noch viel mehr. VW, BMW, Mercedes, Peugeot - alle großen Automarken beschäftigen sich damit, ihre Modelle möglichst unkompliziert mit den Fahrern mobil zu verbinden und somit einen Mehrwert zu schaffen. Folgt man den Trends der CES 2016, so werden Autofahrer spätestens ab heuer zu  „Usern“ und Fahrzeuge zu dynamischen Datenbanken. 

Genfer Autosalon 2.0

Die jährlich im Januar in Las Vegas stattfindende Consumer Electrics Show, kurz CES, ist das Mekka der Elektronikwelt. Neueste Technologien werden präsentiert, bahnbrechende Ideen für die Zukunft erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Somit ist es nicht verwunderlich, dass auch die Autowelt dort kräftig mitmischt. Kaum eine Marke, die nicht neue Konzeptfahrzeuge und Gadgets für unterwegs offenbart und die CES somit immer mehr zum „Genfer Autosalon 2.0“ werden lässt. Volkswagen beispielsweise präsentierte den e-Golf Touch mit seiner neuen MIB 3.0 Software, bei welcher das Hauptaugenmerk auf dem sogenannten Infotainment-Bereich liegt, also die Verbindung zwischen Information und Unterhaltung - integriert in einem Fahrzeug. Die Steuerung des in der Mittelkonsole angebrachten Touchscreens erfolgt durch Gestensteuerung, Spracheingabe und über Sensortasten, physische Buttons sind kaum noch vorhanden.

Vorsprung durch Technik

Diese Technik ermöglicht es, Abläufe und Gewohnheiten auf einfachste Weise auszuführen, die das Auto ohnehin bereits über uns weiß. Zu den Informationen, die wir mit dem Fahrzeug teilen wollen, gelangt man mithilfe von Smartphone und Smart Watch. Google bietet dafür Android Auto, Apple seine Technik CarPlay. Das dabei verwendete Programm „mirrorscreen“ stellt alle Apps auf dem Autobildschirm so dar, wie wir es sonst am Handy sehen, am Fahrzeug angeschlossen mittels Bluetooth oder USB Schnittstelle. Der eigentliche Vorteil der Datenoffenbarung liegt ja darin, dass sich Fahrzeugfahrer damit eine Menge an zusätzlichem Arbeitsaufwand ersparen können. BMW bietet mit Hilfe einer integrierten SIM-Karte etwa die Möglichkeit an, im Auto auf eine Datenbank Cloud zurückzugreifen, die neben der Auswahl von über 22 Mio. Songs darüber informiert, weshalb wir letztes Mal einen anderen Weg gefahren sind, um nach Triest zu kommen, wie das Wetter vor Ort ist und wann wir uns mit Geschäftspartnern zum Essen verabredet haben. Ach ja, die Tischreservierung machen wir auch vom Auto aus, mittels „Concierge Service“, das einen BMW Mitarbeiter zum höchstpersönlichen Assistenten macht. Eine andere große Neuerung am Fahrzeug von Morgen ist der Automatisierungsdienst IFTTT.  Das Programm erlaubt es Benutzern, verschiedene Webanwendungen wie zum Beispiel Facebook oder Dropbox mit einfachen Anweisungen mitsammen zu verknüpfen.

Unterhaltung

Da gerade für Beifahrer oder Kinder Autofahrten mit nicht eingeplanten Wartezeiten am Nerv zehren, bieten divers Apps auch hier Ablenkung. Volkswagen liefert etwa mit „Sound Journey“ ein amüsantes Tool, das das Auto und seine Geräusche zur waschechten Musikband verarbeitet. Das Fahrzeug nimmt dabei unter anderem seine Motorenklänge auf, welche per App mit Beats und Rhythmen unterlegt und im Mehrspurverfahren aufgenommen werden. Und bei Skoda wird der juvenile Beifahrer im Kindersitz sogar via Tablet zum Copiloten.

 

Und hier ein paar gute Beispiele:
 

VW Car Net App Connect

Volkswagen integriert traditionsgemäß die Technik der Zukunft in seine Modelle. Die Bedienung der Apps erfolgt bei den Modellen in Wolfsburg durch Gestensteuerung, Sprachsteuerung und Sensortasten, auf physische Knöpfe wird fast ganz verzichtet. Intuitivem Handeln sind somit im Auto kaum Grenzen gesetzt. Für Apple und Android.

 

 

BMW ConnectedDrive

Die Autobauer aus Bayern bieten mit dem Automatisierungsdienst IFTTT die Möglichkeit, via Smartphone Abläufe im Haushalt vom Auto aus zu koordinieren. Das Vorheizen der Wohnung oder das Einschalten der Alarmanlage sind dabei nur zwei praktische Beispiele. Für Apple und Android.

 

 

Seat ConnectApp

Tägliche News am Homebildschirm des Autos angezeigt bekommen, mittels Samsung Smart Watch Funktionen am Fahrzeug steuern können. Seat bietet mit einem mobilen Handbuch zudem die Möglichkeit, auf dicke Lektüre verzichten zu können und sofort die gewünschte Information angezeigt zu bekommen. Für Apple und Android.

 

 

Audi MMI Connect

Coole Sache, während der Fahrt Google Earth und Google Street View bedienen können, um schon mal eine Ahnung davon zu bekommen, was einem am Reiseziel erwartet. Der exklusive Audi music stream ergibt zudem die Möglichkeit, aus einer riesigen Datenbank seine Lieblingssongs am Steuer zu hören und sich eine persönliche Playlist zu erstellen, je nach Lust und Laune.  Für Apple und Android.

 

 

Mercedes me connect

Die Live traffic information sorgt dafür, schon früh genug über Staus und andere Hindernisse auf dem Weg Bescheid zu wissen und somit rechtzeitig darauf reagieren zu können und somit zur gewünschten Zeit anzukommen. Ist das Auto einmal abgestellt, kann man in Ruhe am Smartphone den Standort lokalisieren und sich keine Gedanken mehr darüber machen. Für Apple und Android.

 

Peugeot Connect

Die Peugeot Connect Apps bieten einen Rundum Service zu den wichtigsten Themen. Park-Info, Tank-Check und der Guide Michelin sorgen dafür, dass eine jede Fahrt zum Gaumenschmaus wird. Möchte man länger bleiben, so sucht Tripadvisor das passende Hotel vom Auto aus. Für Apple und Android.

 

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