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Range Rover Evoque - (c) Range Rover
 
  • Bild: (c) Alexander Seger
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Range Rover Evoque: SUV ohne Dach

Ende Juni kommt der Range Rover Evoque als Cabriolet für mindestens 56.100 Euro auf österreichischen Straßen.

27.06.2016 | 13:42 | autonet

  • Preis: Diesel ab 56.100 € Benzin ab 64.900 €

    Leistung: 150/180 PS im Diesel (380/430 Nm Drehmoment) oder 240 PS im Benziner (340 Nm Drehmoment)

    Verbrauch: 5,7l/100 km Diesel, 149 g CO2/km, 8,6l/100 km Benzin, 201 g CO2/km

    Masse/Maße: 1,97 Tonnen Gewicht 4,37 m Länge, 2,08 m Breite, 1,6 m Höhe

    Verkaufsstart: Ende Juni

Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung. Das alte Sprichwort aus dem nicht gerade sonnenverwöhnten England wird hier neu interpretiert. Ein Cabrio aus dem Hause Land Rover ist etwas Neues. Wenn man von dem Ur-Defender mit Fetzendach absieht, wird hier Neuland betreten. Mit dem Range Rover Evoque Cabrio haben sie auch gleich eine neue Fahrzeugklasse geschaffen. Schon wieder eine. Das "kompakte Premium-SUV-Cabrio" ist geboren. Vom Prinzip her eine gute Idee, ein Auto für alle Wetterlagen zu bauen, das in jedem Terrain zu Hause ist.

Seit 2011 ist Land Rover mit der Evoque-Reihe in die Kompaktklasse vorgedrungen und hat dabei, was die Verkaufszahlen betrifft, alle Erwartungen übertroffen. Mit der Cabrioversion möchte man diesen Erfolgslauf fortsetzen.

Picknick im Grünen

Auch wenn man es ihm nicht zutraut, kann man des Engländers liebster Freizeitbeschäftigung, dem Picknicken, mit dem Evoque Cabrio fast überall nachgehen. Mit einer Wassertiefe von einem halben Meter bei der Flussdurchfahrt und anschließender Geländesteigung wird der vermeintliche Stadtflitzer locker fertig. Dem Neun-Gang-Automatikgetriebe werden für die Bewältigung solcher Offroadaufgaben, die nicht jeder sogenannte SUV schafft, einige elektronische Helfer zur Seite gestellt. Allen voran das ATPC (All-Terrain Progress Control), das eine vorgewählte Geschwindigkeit bergauf sowie auch bergab konstant hält, was auf rutschigem Untergrund allein mit den Pedalen fast nicht möglich ist. Hier werden die Räder einzeln exakt angetrieben und gebremst, um den besten Picknickplatz zu erreichen.

Für den Geländeeinsatz wurde das Fahrzeug rundum verstärkt, um die notwendige Steifigkeit trotz des fehlenden Dachs zu erhalten, was im Vergleich zum Dreitürer 200 Kilo mehr auf die Waage bringt. Leider ist zu befürchten, dass die meisten Evoque ihre Fahrer nur zum Picknickplatz im Stadtpark bringen werden und die einzige Geländeherausforderung der Randstein in der Einkaufsstraße sein wird. Aber gut zu wissen, dass man könnte, wenn man wollte.

Britisches Herz

Im neuen, um 500 Millionen Pfund gebauten Motorenwerk Wolverhampton werden die Zwei-Liter-Dieselmotoren hergestellt. Wie das Werk ist auch der Motor eine Jaguar-Land-RoverNeuentwicklung. In dem Vollaluminium-Motorblock werden in Verbindung mit dem ebenfalls neu entwickelten Turbolader 180 PS generiert, wodurch dem Fahrer 430 Nm Drehmoment für die Fahrt ins Grüne zur Verfügung stehen. Die Kraft wird über das schon erwähnte Neun-Stufen-Automatikgetriebe an den Allradantrieb übertragen, wo sie optional mittels "Active Driveline" je nach Bedarf auf die einzelnen Räder verteilt wird. Im normalen Fahrbetrieb werden aus Spritspargründen nur die Vorderräder angetrieben. Alle Systeme werden vom "Terrain Response" gesteuert, bei dem der Fahrer zwischen vier dem Untergrund angepassten Fahrmodi wählen kann.

Der Grund für den Evoque

Nach der Analyse von Technik, Optik und britischer Freizeitbeschäftigung gelangt man dann endlich zum Innenraum, wo die Stärken des kleinen Range Rovers liegen. Denn nur, um beim im Gatsch Fahren im Freien sitzen zu können, braucht man keinen Evoque. Da reicht ein Jeep oder Ähnliches. Um aber herrschaftlich über seine Ländereien zu gleiten oder im Winter mit dem gewohnten Komfort nicht nur bis zur Auffahrt, sondern vor den Eingang der Skihütte am Arlberg zu kommen, braucht man dieses Fahrzeug. Im Innenraum findet man britische Eleganz mit gut verarbeiteten, hochwertigen Materialien. Erst hier zeigt sich bei aller technischer Raffinesse der Unterschied zu den bekannten Offroadmobilen auf dem Markt.

Überraschenderweise bietet sich den Passagieren im Fond genügend Beinfreiheit, sodass sich sogar ein 1,95 Meter großer Testfahrer in die zweite Reihe wagte.

Der Kofferraum ist, auch wenn er mit konstanter Größe (egal, ob das Verdeck offen oder geschlossen ist) beworben wird, mit 251 Litern doch nur der eines Cabrios. Zumindest eine Skidurchreiche ermöglicht den gemütlichen Trip in die Berge.

Wie in der Luxusklasse üblich, findet man alle möglichen technischen Helferlein sowie ein Rundum-Entertainmentsystem mit Touchscreen und Internetverbindung. Also alles, was bei einem Fahrzeug um ungefähr 60.000 € zu erwarten ist. Ob man das Geld ausgeben möchte, muss jeder selbst wissen. Aber wie gesagt: Auch in der Stadt kann man immer etwas erleben. Vor allem offen.

Range Rover Evoque Cabrio

Preis: Diesel ab 56.100 € Benzin ab 64.900 €

Leistung: 150/180 PS im Diesel (380/430 Nm Drehmoment) oder 240 PS im Benziner (340 Nm Drehmoment)

Verbrauch: 5,7l/100 km Diesel, 149 g CO2/km, 8,6l/100 km Benzin, 201 g CO2/km

Masse/Maße: 1,97 Tonnen Gewicht 4,37 m Länge, 2,08 m Breite, 1,6 m Höhe

Verkaufsstart: Ende Juni

 

 

 

 

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Quelle: wirtschaftsblatt.at

 

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