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VW Touareg Winter Driving: Auf Schnee und Eis!

Fuschl am See klingt wie Kuscheln im Schnee! Genau das taten wir mit dem 262-PS-starken Touareg der Wolfsburger in der Gemeinde Faistenau in Salzburg-Umgebung.

31.01.2016 | 14:15 | (autonet)

Wobei Kuscheln ein wenig zu harmlos für die mensch- und materialfordernde Tätigkeit des durch-Tiefschnee-Wühlens und krampfhaft-in-Querlage-Bringens des 2,2-Tonners klingt. Doch kommen wir zunächst zum Sinn der Sache, der wahrlich nicht zu unterschätzen ist: Sicherheit! Wer sich in der Realität nie bzw. zu selten im Gelände befindet, dem wird beim ersten Offroad-Abenteuer relativ schnell klar, dass sein Wagen sehr andersartig als auf der Straße reagiert. Unter Schneebedingungen verdoppelt sich diese Andersartigkeit. Wie reagiert das Auto bei zu beherztem Gasdruck? Was passiert bei einer Vollbremsung auf Schnee? Und wie zum Teufel bringe ich das V6-SUV endlich quer um die Kurve? Diese Fragen und einige mehr werden beim VW Touareg Winter Driving geklärt.

Einführung für Azubis!

Gegen 10 Uhr vormittags beginnt die „Gaudi“ mit einer kurzen, technischen Einweisung. Die Instruktoren erklären zunächst, was der VW Touareg alles schafft (zum Beispiel eine Steigung von 45 Grad, also 100 Prozent und eine Wassertiefe von 580 Millimeter) und was nicht (eine Querneigung von mehr als 35 Grad). Damit man diese Werte auch immer gut im Auge behält, findet man Kompass samt Höhenmesser und Neigungswinkel mittig im Cockpit zwischen Drehzahlmesser und Tachometer verbaut. Weiters sind die Wolsburg´schen Sport Utility Vehicles der Tour allesamt mit dem optionalen „4Motion Terrain Tech“-Paket ausgestattet, welches permanenten Allradantrieb und eine höhere Bodenfreiheit zur Folge hat. Außerdem gibt es ein zusätzliches Untersetzungsgetriebe, welches beim Stillstand per Drehknopf an der Mittelkonsole hinzugeschaltet werden kann und eine Mittelsperre, sowie ein Sperrdifferenzial an der Hinterachse. Die letzte Zusatzausstattung des Terrain Tech Pakets nennt sich 100-Liter-Tank und sorgt auf der Hinterachse für zusätzliches Gewicht.

Der Berg ruft!

Nun aber genug mit den trockenen Infos und raus zu den Autos! Flugs führt das Instruktor-Car auf eine der vielen Rodel-/Wanderpisten rund um Faistenau. Der Ausblick an sonnengetränkten Tagen würde sich perfekt für eine Schnulze á la „Bergdoktor in love“ eignen, die Teilnehmer sind allerdings eher zum Fahren gestimmt. Es dauert nicht lange, bis wir die Offroadeinstellung benötigen. Die Luftfederung hebt den Touareg um 30 Millimeter höher als gewohnt (Bodenfreiheit: 201 Millimeter), im Monstertruck-Modus schafft der Dicke noch einmal 8 Millimeter mehr. Doch Vorsicht: Es empfiehlt sich hierbei keineswegs forsch durch unwegsames Gelände zu brettern, (es sei denn, Sie möchten sich bei ihrer Schwiegermutter rächen, deren letztes Geburtstagsgeschenk eine weitere Krawatte der Form und Farbe „du hast meine Tochter nicht verdient!“ war), denn im höchsten Offroad-Modus gibt es keinerlei Federweg mehr! Am oberen Ende der Tour angelangt, beginnt der richtige Spaß: Durchfahren eines extra angelegten, schwer überwindbaren Hindernisses. Wer zu beherzt ins Pedal tritt, kann böse abfliegen, wer das Pendant dazu wählt, bleibt stecken. Die Mischung macht´s und mit ein wenig Übung, schaffen es die meisten. Der Rest wird eher unrühmlich mit dem Instruktor-Car herausgezogen.

Ab in´s Tal!

Bevor die Fahrt in Richtung Eis-Ebene im Flachland beginnt, haben die Veranstalter des VW Touareg Winter Driving noch eine besondere Herausforderung für alle Teilnehmer auf Lager: „Man bringe den wüstenfernen Touareg auf einer Wippe ins Gleichgewicht.“ Was sich hier so nonchalant als leichte Übung, sogar für motorisch Unbegabte anhört, ist tatsächlich eine Sisyphos-Aufgabe. Die Meisterung dieser gelingt nach mehreren Anläufen jedem Teilnehmer, nicht zuletzt dank der wunderbar ausgeklügelten Achtgangautomatik. Nach dem Genuss von Tee und Kuchen geht´s dann wieder die Loipe hinunter, der Bergabfahrassistent bremst den Wagen selbstständig auf die vorher eingestellte Geschwindigkeit, wenn der Neigungswinkel stimmt. Der dynamischere Nachmittag auf Schnee und Eis steht bevor!

Quer mag er nicht!

Ziel des forscheren Abenteuers auf Schnee und Eis ist die ErFAHRUNG der verschiedenen Modi im Grenzbereich. Wie verhält sich der Touareg bei ausgeschaltetem ESP, oder im Offroad-Modus? Zunächst geht es um leichtere Manöver á la Elchtest bei 40 km/h. Anschließend erhöhen sich die Geschwindigkeit und damit auch die Schwierigkeit. Da die Modi ebenso das ABS betreffen, reagiert dies beim Offroad-Modus in Richtung Keilbildung und sorgt so für einen deutlich geringeren Bremsweg auf losem Untergrund. Das Highlight ist fraglos der Parcours am eisig glatten Untergrund. Dabei entpuppt sich der 2,2-Tonner als ziemlich prüder Drifter. Im Normalfall sollten 262 PS für genügend Vorschub sorgen, dass selbst der Allrad nicht mehr genug Grip aufweisen kann und sich der Dicke so quer bewegen lässt. Denkste! Zuerst schiebt er heftig über die Vorderachse und erst wenn im richtigen Moment das Gaspedal gemartert wird, kommt er hinten. Das geht mit anderen Allradlern besser, ist aber schließlich keinesfalls Sinn und Zweck des Gefährts. Zum Schluss gibt´s noch eine Siegerehrung, die dem schnellsten Parcoursbewältiger eine ordentliche Portion Selbstbewusstsein offeriert und eine Urkunde der Teilnahme am VW Touareg Winter Driving. Wer nun Lust und Laune auf das durchaus empfehlenswerte und abwechslungsreiche Abenteuer im Winterwonderland Salzburg hat, sollte auf folgenden Link klicken und 545 Euro pro Person (mit Übernachtung) im Gepäck haben. Wer sich gleich den Touareg der Tour, nämlich den V6 TDI SCR Terrain Tech mit 8-Gang-Automatik in Basisausstattung in die Garage stellen will, muss mindestens 73.690 Euro über den Ladentisch wandern lassen.

 

 

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