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30.490 Euro kostete unser Testwagen.
 
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Suzuki Grand Vitara: Alltag Allrad

Seit nunmehr 25 Jahren trifft man den Vitara auf der Straße an. Wir haben den Veteran in seiner neuesten Form mit 1,9-Liter-Dieselmotor und manuellem Fünfgang-Schaltgetriebe getestet.

14.02.2013 | 00:00 | (autonet)

Als SUV mit echten Offroadambitionen musste er sich anfangs gerade mal mit dem Range Rover messen. Heute ist das Angebot der hochbeinigen Fahrzeuge deutlich größer, aber wer nicht nur in der Stadt auf Höhe eines Lieferwagens fahren, sondern auch mal auf unwegsamere Straßen will, findet im Grand Vitara einen passenden Weggefährten.

Über Stock und Stein
Der oben erwähnte, 1.870 Kubikzentimeter große Murl leistet 129 PS und bringt ein maximales Drehmoment von 300 Nm auf die Straße. Mit einer Beschleunigung von 13,2 Sekunden von 0 auf 100 km/h bricht er allerdings keine Rekorde und verleitet auch nicht dazu, die Höchstgeschwindigkeit von 170 km/h auszutesten. Die Talente des Grand Vitara liegen aber auch woanders. Per Drehschalter wählt man aus vier Modi für den Allradantrieb (N, 4H, 4H LOCK, 4L LOCK). Bei der Standardeinstellung 4H wird die Kraft an alle vier Räder geleitet. Auf 4H LOCK werden Vorder- und Hinterache durch ein Mitteldifferential starr miteinander verbunden – die richtige Einstellung für eine Fahrt auf losem Untergrund. Mit 4L LOCK schaltet man ein Untersetzungsgetriebe zu, was sich für schweres Gelände empfiehlt. Und wenn es mal nicht mehr weitergehen sollte, stellt man zum Abschleppen auf N.

Verbrauch
Der Antrieb aller vier Räder macht den von Renault geborgten Motor etwas durstig. Der kombinierte Verbrauch liegt laut Hersteller bei 6,6 Litern Diesel auf 100 Kilometer. Im Test mussten wir für diese Distanz zwischen acht und neun Liter nachtanken.

Gute Aussicht
Das Cockpit des Vitara ist schlicht aber hübsch gehalten. Die Rundinstrumente sind gut ablesbar, der Bordcomputer leider nur per Knopf am Drehzahlmesser bedienbar. Die Mittelkonsole ist angenehm übersichtlich und der Kopferl-Armada des Radios kann man durch ein Upgrade auf das Navigationssystem entgehen.

Sitz und Platz
Die Sitze bieten akzeptablen Seitenhalt und auch im Fond sitzen Erwachsene dank ausreichender Knie- und Kopffreiheit bequem. Deutlich weniger Platz hat das Gepäck. Maximal 398 Liter passen bei aufgestellten Rücksitzlehnen hinein. Lässt man die Kinder zu Hause und klappt alles um sind es immerhin bis zu 1.386 Liter. Ein vergleichbarer VW Tiguan schluckt 470-1.510 Liter. Ein wenig unpraktisch ist auch die Hecktür. Parkt ein Auto knapp hinter dem Vitara, lässt sich die Tür kaum öffnen. Außerdem gestaltet sich das Beladen von rechts schwierig.

Fazit und Preis
Der Vitara ist ab 29.790 Euro zu haben, unser Testwagen in der Deluxe-Ausstattung kostete 30.490 Euro. Wer die komplette Ausstattung will, muss nochmal 3.300 Euro drauflegen und erhält dafür Extras wie ein Navigationssystem und eine bessere Soundanlage. Was man auf jeden Fall bekommt ist ein Fahrzeug, das auch abseits der Straße eine gute Figur macht und dort so manchen wild aussehenden Stubentiger stehen lässt. Auch wenn das Offroaderlebnis im Regelfall auf der Schotterstraße zum Landgasthof endet.

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