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Hat keine Probleme damit, härter rangenommen zu werden: Der neue Subaru Forester ist ein Kompakt-SUV ohne die in diesem Segment übliche Weichei-Mentalität.
 
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Subaru Forester 2.0D: Handfester Charakter

Alles andere als ein weichgewaschener City-Offroader: So präsentiert sich der Subaru Forester im autonet-Intensivtest. Der laufruhige, durchzugsstarke und sparsame Boxer-Diesel macht den vormaligen Exoten unter den Kompakt-SUV mehrheitsfähig.

23.02.2010 | 00:00 | (autonet)

Sollen sich doch die anderen SUV dieser Kampfklasse das verwaschene Mäntelchen "Lifestyle" umhängen. Der Subaru Forester kommt kaum in den Verdacht einem Trend nachzuhecheln. Den Japaner gab es schon, als der Begriff SUV noch lang keiner war. Hauptklientel der ersten und zweiten Generation waren Förster und Landwirte. Und auch wenn der neue Forester in seiner dritten Ausgabe nun den ästhetischen Ansprüchen urbaner Bevölkerungsgruppen näherkommt, er ist und bleibt der handfeste Charakter unter den SUV.

Kein Blender
Hochseriös kommt der Forester III in neuem Beinkleid daher, klar, bar jeglicher Verspieltheit. Der trotz Chromumrandung zurückhaltende Kühlergrill wird von zwei modernen, an der Unterseite sanft geschwungenen Scheinwerfern flankiert. Die in den Frontschürze eingearbeiteten Nebelleuchten sorgen optisch für einen tiefen Schwerpunkt, was dem Forester einen kraftvollen Auftritt verschafft. Die Seitenansicht prägen plane Flächen, ohne die derzeit üblichen, scharf geschnitten Linien und ausgeprägten Sicken. Große, weit in die Flanken reichende Heckleuchten bilden den Abschluß. Als fade ist die Optik beileibe nicht zu bezeichnet. Grundehrlich, das trifft die Sache voll und ganz. Forester, da weiß man was man hat: dieser, der Waschmittelindustrie entlehnte Werbespruch wäre für dieses Fahrzeug passend.

Nüchtern, aber funktionell und hochwertig
Innen hält der Forester, was er außen verspricht: Die hochwertigen Materialien sind solide verarbietet. Das Design ist sehr nüchtern gehalten. Die Mittelkonsole beherbergt neben der Radio/CD-Einheit lediglich drei Drehknöpfe für die Klimaanlage und die Taste für die Warnblinkanlage. Für den nötigen Farbtupfer sorgen die blauen Armaturen. Die Sitze sind straff gepolstert und bieten guten Seitenhalt. Im Fond ist dank des auf 2,6 Meter gewachsenen Radstands viel Platz für Passagiere und der Kofferraum ist mit 450 Liter Volumen guter Klassendurchschnitt.

Lesen Sie auf Seite 2, wie sich der Subaru Forester Diesel on- und offroad benimmt und wie sich der Diesel-Boxer schlägt. Ausgeglichenes Fahrverhalten
Der lange Radstand ist es auch, der dem Forester neben der verbreiterten Spur zu sehr ausgeglichenen Fahreigenschaften verhilft. Das Fahrwerk ist nicht allzu straff ausgelegt, was sich auf unebener Fahrbahn als Tugend, in schnell gefahrenen Kurven aufgrund erhöhter Wanktendenz allerdings als kleiner Nachteil herausstellt.

Ausgereifter Geländegänger
Gänzlich untadelig ist des Foresters Performance, wie man es von Subaru generell gewohnt ist, abseits geteerter Trampelpfade. Offroad brilliert der Japaner mit seinem bewährten symmetrischen permanenten Allradantrieb mit automatischem Zentralsperrdifferential. Die Bodenfreiheit von 21,5 Zentimeter genügt durchschnittlichen Geländegängen allemal. Sehr hilfreich ist die Berganfahrhilfe, die den Wagen, nachdem die Bremse gelöst wurde noch für einen Augenblick hält. 

Bravo Boxer!
Wobei wir auch schon bei Herz des neuen Forester sind, dem vielgelobten Boxer-Diesel. Der 150 PS starke Vierzylinder geht laufruhig und akustisch äußerst dezent zu Werke. Lediglich im Leerlauf an der Ampel ist ein gelegentliches, leichtes Ruckeln zu verspüren. Aber auch nur dann, wenn man sich genau darauf konzentriert. Das massige Drehmoment von 350 Newtonmetern ist bereits ab 1.800 Touren abrufbar. Die Kraftentfaltung erfolgt harmonisch, ohne jegliches Turboloch. Auf 100 geht´s in 10,4 Sekunden, bei 186 km/h ist Schluss. Vollends überzeugt der 2-Liter-Diesel beim Blick auf den Bordcomputer: Mehr als 7,2 Liter genehmigte sich der Forester nie. Und diese Effizienz bedarf nicht einmal sonderlich ausgeprägter Zurückhaltung beim Betätigen des Gaspedals.

Fazit 
In 3. Generation hat sich der rurale Waldschratt von einst zum smarten SUV gewandelt, ohne jedoch die eitlen Allüren vieler seiner (deutschen) Konkurrenten zu verinnerlichen. Mit dem hocheffizienten 2-l-Boxer-Diesel unter der Haube mutiert der Exot im SUV-Segment nun zur mehrheitsfähigen Alternative. Dafür spricht nicht zuletzt das sehr gute Preis-Leistungsverhältnis: der Subaru Forester 2.0D ist bereits ab 33.200 Euro zu haben und das bereits vollausgestattet. Neben permanentem Allradantrieb gibt´s Klimaanlage, Tempomat, CD-Radio, Traktionskontrolle, ESP, sechs Airbags, Alu-Felgen, Berganfahrhilfe, Niveauregulierung frei Haus geliefert. Deal!

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