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Kombi in Offroad-Optik. Der Subaru Outback verzichtet auf brachialen SUV-Look.
 
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Subaru Outback: Schotterbaron

In dezenter Verpackung präsentiert sich der Subaru Outback neu. Wir haben den Crossover-Kombi mit Dieselmotor getestet.

20.11.2009 | 00:00 | (autonet)

„Große SUV-Modelle sind pfui“, tönt es von manchen Seiten. Der eine oder andere könnte daher Abstand davon nehmen sich ein solches, großes Allradmodell neu anzuschaffen. Das hofft auch Subaru und stellt den Crossover-Kombi Outback in neuer Form vor. Gerade beim Styling hält sich der Outback dezent zurück, um nur ja nicht ins Stinkereck verbannt zu werden. Völlig zu Recht auch, denn damit hat das jüngste Subaru-Modell nichts zu tun. Der hochbeinige Kombi hat zwar keine ultramodernen Spritspartechnologien wie Hybridantrieb oder zumindest Start-Stopp-System an Bord, kann aber dennoch auf einen respektablen Normverbrauch von 6,4 Litern Diesel auf 100 km verweisen.

Dieselmotor mit ausgezeichneter Laufruhe
Richtig gelesen: Diesel! Für diejenigen, die es immer noch nicht mitbekommen haben: Subaru bietet seit 2008 in einer Reihe von Modellen einen eigenständig entwickelten Boxer-Dieselmotor an – natürlich auch im neuen Outback. Durch die gegenüber liegenden Kolben treten nur geringe Vibrationen auf, der Motor zeichnet sich durch eine hervorragende Laufruhe aus. Im neuen Modell wurde die Geräuschdämmung noch einmal verbessert. Am deutlichsten vernimmt man das Aggregat beim Kaltstart, ansonsten hört man, dass man nichts hört. Der werkseitig angegebene Durchschnittsverbrauch ist erreichbar. Wer das Gaspedal etwas beherzter bedient oder viele Kurzstrecken zurücklegt, kommt gelegentlich in den Bereich der acht Liter pro 100 km. An Kraft mangelt es dem Zwei-Liter-Motor mit Sicherheit nicht. 150 PS Leistung hören sich zwar nicht nach all zu viel an. Wer mit dem Outback gefahren ist, stellt aber fest, dass das mehr als ausreichend ist. Zumal der Motor rasch anspricht und früh das volle Drehmoment von 350 Nm zur Verfügung stellt. Geschaltet wird über ein Sechsgang-Schaltgetriebe, das nach dem Kaltstart etwas hakt, sich dann aber gut schalten lässt.

Allradantrieb für ausreichend Traktion
Dass sich der Motor so gut präsentiert, liegt wohl auch am Gewicht des Subaru Outback. Die 150 PS müssen sich nur mit 1571 kg Leergewicht abplagen. Für ein Auto dieser Größe (4,78 m Länge) ist das nicht viel, zumal der Outback ja auch über permanenten Allradantrieb verfügt. Über ein Kegelrad-Zentraldifferenzial wird das Drehmoment im Verhältnis 50:50 verteilt. Eine Viscokupplung dient als Sperrdifferenzial. Dreht ein Vorder- oder Hinterrad durch, wird die Drehmomentverteilung angepasst und damit die Traktion gewährleistet. Im Alltagsbetrieb heißt das, der Fahrer muss sich um nichts kümmern. Andererseits qualifiziert sich der Outback damit nicht als harter Offroader. Aber 20 cm Bodenfreiheit garantieren zumindest, dass eine ausgewaschene, mit tiefen Schlaglöchern versehene Schotterstraße kein Hindernis darstellt. Damit schafft es der Tierarzt auch zum entlegensten Bergbauernhof, um die Kuh beim Kalben zu unterstützen. Die restliche Kundschaft wird vor allem die hervorragende Traktion bei widrigen Fahrbahnverhältnissen genießen. In Kurven neigt der Outback nur leicht zum Untersteuern. An elektronischen Helfern gibt es neben ABS auch ein Stabilitätsprogramm. Damit verbunden sind eine elektronische Feststellbremse, die sich beim Tritt auf das Gaspedal automatisch löst und eine Berganfahrhilfe, die beim Losfahren an Steigungen das Fahrzeug am Zurückrollen hindert. Unklar ist uns dabei aber, warum man dieses nützliche Gimmick bei jeder Fahrt erneut per Knopfdruck aktivieren muss.

Was den Subaru Outback neben seinem überzeugenden Antriebskonzept außerdem noch interessant macht, erfahren Sie auf Seite Zwei.
Welche Vorzüge hat der Subaru Outback neben dem ausgezeichneten Motor und Antrieb noch zu bieten? Da wäre einmal das Platzangebot. Optisch gibt sich der Japaner gar nicht ausladend und reiht sich in die Riege der Mittelklasse-Kombis vom deutlich kürzeren Skoda Octavia Combi bis zum deutlich längeren Opel Insignia Sports Tourer. Für die Passagiere geht es nicht beengt zu. Auch auf den hinteren Plätzen genießt man ausreichend Kniefreiheit. Sehr gut nutzbar präsentiert sich der Kofferraum. Bei aufrechten Rücksitzlehnen stehen 526 Liter Stauraum zur Verfügung, die sich auf 1677 Liter erweitern lassen. Zum Umlegen der Rücksitzlehnen genügt ein Zug an den Hebeln an den Innenseiten des Kofferraums. Die ebene Ladekante erleichtert das Beladen. Das Armaturenbrett ist übersichtlich. Die Gestaltung ist ebenso ruhig und zurückhaltend wie das Außendesign. Einziges kleines Manko ist der Bedienknopf für den Bordcomputer, der sich im Instrumententräger versteckt und hinter dem Lenkrad nur schwer zu erreichen ist.

Umfangreiche Ausstattung zum Preis von 39.990 Euro
Nicht verschweigen sollte man auch den Komfort des Subaru Outback. Die kleine japanische Marke würde sich ja gerne als Premiumhersteller sehen. Da muss, um ehrlich zu sein noch ein bisschen was passieren. Beim Design zum Beispiel. Der Outback zeigt sich sehr zurückhaltend – vom großen Lufteinlass auf der Motorhaube einmal abgesehen. Die kürzlich auf der Tokio Motor Show vorgestellte Studie Hybrid Tourer Concept sieht dagegen schon sehr vielversprechend aus. Kritiker mögen auch darüber mäkeln, dass man manche Komfortausstattungsdetails wie einen adaptiven Abstandstempomat bei Subaru vergeblich sucht. Dafür verfügt der Outback über eine sehr feine Serienausstattung und das zu einem fairen Preis. Das getestete Modell steht mit 39.990 Euro in der Preisliste und hat dabei unter anderem zu bieten: sechs Airbags, Xenon-Scheinwerfer mit Scheinwerfer-Reinigungsanlage, elektrisch einklappbare Außenspiegel mit LED-Blinker, Dachreling, elektrisch verstellbaren Fahrersitz, Sitzheizung, Zwei-Zonen-Klimaautomatik, Audiosystem mit Sechsfach-CD-Wechsler, Bluetooth-Freisprecheinrichtung, Tempomat und 17-Zoll-Alufelgen. An Optionen gibt es nur Ledersitze (1990 Euro), Schiebedach (1190 Euro) und Metallic-Lackierung (490 Euro).

Fazit
Der Subaru Outback versucht nicht mit Design zu punkten, kann aber auf ein überzeugendes Technikpaket verweisen. Den Boxer-Dieselmotor macht den Japanern so schnell keiner nach. Der Allradantrieb ist ein verlässlicher Garant für Traktion. Die Serienausstattung ist umfangreich. Wer spezielle Anforderungen an sein Fahrzeug hat und diese in einem hochgestellten, geräumigen Kombi wieder finden will, kann getrost die knapp 40.000 Euro in einen Subaru Outback investieren.

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