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Schau genau: die Exterieur-Modifikationen am neuen Smart fortwo sind sehr, sehr verhalten ausgefallen. Viel Neues gibts hingegen innen.
 
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Smart fortwo III: Auf den zweiten Blick

Anfang September kommt der neue Smart fortwo in den Handel. Die Zwergen-Ikone wurde außen sehr verhalten, innen aber doch maßgeblich aufgefrischt. Plus: der CO2-Ausstoß wurde weiter reduziert. autonet.at ist bereits probegefahren.

27.07.2010 | 00:00 | (autonet)

Die LED-Tagfahrlichter haben wir sofort als Neuerung beim Smart fortwo III ausgemacht, das war nicht weiter schwierig. Links und rechts des unteren Kühlergrills, dort wo sonst die Nebelscheinwerfer ihren erhellenden Dienst versehen, sorgen nun jeweils fünf Leuchtdioden für einen markanteren Auftritt des Zweisitzers. Als es aber darum ging, die weiteren Modifikationen am Exterieur auszumachen, mussten wir die anwesenden Smart-Leute zu Rate ziehen. Geduldig wiesen sie uns auf die nun optional in Wagenfarbe lackierte Front-, Seiten- und Heckschürze der facegelifteten Kleinstwagen-Ikone hin.

Klein, aber feiner
So marginal diese Designretusche auch sein mag, so augenscheinlich ist ihre Wirkung, wenn man es einmal weiß. Der neue Smart wirkt nun präsenter, hochwertiger. Das Chassis scheint dem Asphalt näher gerückt zu sein, was die sportliche Note leicht verstärkt. Beinahe entgangen wäre uns auch der nun in Wagenfarbe lackierte Tankdeckel. Aber auch hierfür gilt: minimal-invasiv, aber effektvoll. Eine um Himmelblau-Metallic und Matt-Hellgün erweiterte Farbpalette und neue 15-Zoll-Alus komplettieren das verhaltene Facelift des mittlerweile seit 12 Jahren den urbanen Raum erobernden Winzlings.

Elegant und erwachsen
Kaum eines Winks mit dem Zaunpfahl bedarf es, was die Neugestaltung des Innenraums angeht. Hier blieb kaum ein Stein auf dem anderen. Der, wie es selbst die Smart-Designer ausdrücken, „Lego-Look“ der vergangenen Jahre ist einem sehr erwachsen wirkenden Cockpit gewichen. Dazu tragen zum einen deutlich hochwertigere, mit Stoff überzogene Materialien bei. Die Bedienelemente der Mittelkonsole und die Lüftungsdüsen wurden elegant in den Instrumententräger integriert und wirken nicht mehr wie angepickt. Sehr gewinnend ist das optional erhältliche 6,5-Zoll-Touchscreen (1023 Euro), über das sich Navigation, Bluetooth- und Audiofunktionen bedienen lassen. Wer zusätzlich noch mal rund 600 Euro zu investieren bereit ist, kann ein wirklich feines Surround Soundsystem ordern. Zwei Hochtöner, zwei Mitteltöner, zwei Rearfills, Subwoofer und Digitalverstärker verwandeln den Smart in - hier wollen wir ausnahmsweise einmal den Marketing-Sprech des Herstellers übernehmen – den kleinsten Konzertsaal der Welt.

Auf der nächsten Seite lesen Sie, was sich punkto Motoren getan hat, worin des Smarts eigentliche Bestimmung liegt, wann er kommt und wieviel er kostet. (Fast) Alle unter 115 Gramm CO2
Nichts geändert hat sich an der Besetzungliste der Motoren. Weiters sind ein Diesel mit 54 PS, zwei Start-Stop-Benziner mit 61 und 71 PS und ein 84-PS-Otto im Einsatz. Gedreht wurde lediglich etwas an der CO2-Schraube. Alle Motoren stoßen nun um ein Gramm CO2 weniger pro Kilometer aus. Gleich geblieben ist die Kohlendioxid-Emission allein beim stärksten Aggregat, dem 102 PS starken Brabus-Benziner.

Elektro-Smart ab 2012
Die Show gestohlen hat dem 3-Zylinder Smart bei der Präsentation aber ganz eindeutig die Elektro-Variante des urbanen Zwutschkerls. Die Testfahrt hat gezeigt, so will der Smart eigentlich angetrieben werden, so gehört es sich, so steht´s ihm am besten. Der 41 PS starke E-Motor verhilft dem Stuttgarter zu einem lautlosen Sprint von 0 auf 60 in 6,5 Sekunden. Das Drehmoment von 120 Newtonmetern steht dabei vom Fleck weg zur Verfügung. Und: endlich lässt sich ein Smart ohne das lästige Nicken beim Gangwechsel fahren. Während Flottenkunden den Saubermann ab nächstem Jahr zum monatlichen All-Inclusive-Preis von rund 700 Euro leasen können, müssen Otto-Normal-Kunden noch zwei Jahre zuwarten. Über die Kosten gibt Smart noch keine Auskunft.

Marktstart und Preise
Fest steht nur, dass es den E-Smart nicht, so wie den 61-PS-Benziner mhd zu einem Einstiegspreis von 9.900 Euro geben wird. Vermutlich nicht einmal zum Gegenwert des absoluten Spitzenmodells, dem Brabus Xclusiv um 23.696 Euro. Der Verkaufsstart der Smart III-Familie ist für Anfang September geplant.

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