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Seat Leon Cupra: Der See ruft!

Seat setzt dem Leon mit der Cupra -Version eine drei- oder fünftürige Leistungskrone mit 280 PS auf.

24.02.2014 | 10:42 | (autonet)

Die Autowelt ist voll mit Wortschöpfungen. Ein schönes Beispiel dafür ist Cupra. Das steht bei Seat für Cup Racing und markiert die Topsportler der Baureihen Ibiza und Leon. Aktuell ist Zweiterer mit einem Werks-Leistungstuning an der Reihe. Dem Leon haben die Katalanen ja schon 2012 grundlegend das Outfit markant aufpoliert. Und jetzt wurden dem Löwen auch die Krallen geschärft. Gleichzeitig ist Leistungsangebot verdoppelt: Der Kompakt-Cupra wird erstmals als Fünf- und als Dreitürer (SC = SportCoupé) offeriert.

Mit Maß & Ziel

Bei gleich gebliebener Länge & Breite - die Maße: 4.238/1.423 mm für den Dreitürer, 4.271/1.434 mm für den Fünftürer - erreicht Seat das Ziel des auf Leistungssport getrimmten Outfits mit entsprechenden Detail-Komponenten, außen wie innen. An der Front sind das zum Beispiel zusätzliche Lufteinlässe und Wabengrill, am Heck ein Diffusor, ein Spoiler und ovale Auspuffendrohre. Dazu kommen dunkel getönte Scheiben seitlich sowie hinten. Er steht auf 19-Zoll-Alus, die Bremssättel sind rot lackiert. Für die unverkennbare Lichtsignatur sorgen vorne (serienmäßige) Voll-LED-Scheinwerfer, hinten LED-Heckleuchten. Cupra im Interieur bedeutet unter anderem Sportlenkrad, mit Alcantara bespannte Sitze, Pedalerie und Einstiegsleisten in Alu-Ausführung. Rundum zeugen Logos vom Leistungs-Versprechen.


Schnurren & brüllen

Das gibt, wie gehabt, der Zweiliter-Turbo-Benziner aus dem VW-Regal. Grundsätzlich wurde der Motor in Martorell bei Barcelona auf zwei Leistungsabstufungen programmiert: 265 und 280 PS (bei 5.700 U/min). Erstere Variante wird in Österreich nicht angeboten, bei uns wird es nur „richtige" Cupras geben, wie der Importeur betont (schon der Vorgänger hatte 265 PS). Das bedeutet, bei einem Drehmoment-Maximum von 350 Nm (ab 1.700 U/min), die Option auf 5,7 Sekunden von null auf hundert km/h. Das in Kombination mit Sechsstufen-Doppelkupplungsgetriebe. Mit manueller Sechsgangschaltung dauert's 5,8 Sekunden (Werte für den Dreitürer). Auf Trab halten kann man den ab 1.375 (SC) beziehungsweise 1.408 Kilo (Fünftürer) schweren Leistungs-Leon mittels dreier Fahrprogramme, genannt „Drive Profiles". Die heißen vielsagend „Comfort", „Sport" und „Cupra". In ersterem Modus schnurrt der Kompakte verhalten vor sich hin, in zweiterem röhrt er, bevor er - im dritten - so richtig brüllen und kreischen kann. Das im Sinne der Seat-Ansage: Ein Sportler für alle Tage.

Tiefer geht immer

Gegenüber dem Standard- liegt der Cupra-Leon um 25 Millimeter tiefer, gegenüber dem FR ist das nochmals ein Zentimeter. Das ist der äußere Rahmen für ein adaptives Sportfahrwerk (DCC = Dynamic Chassis Control) und eine Progressiv-Lenkung. Zum üblichen elektronischen Fahrdynamik Programm à la ESC, Antriebsschlupfregelung & Co. addierte Seat eine Vorderachs-Differenzialsperre. Die soll dem Durchdrehen der Vorderräder einen Riegel vorschieben. Laut Hersteller beträgt das maximale Sperrmoment 1.600 Newtonmeter, im Extremfall kann das gesamte Antriebsmoment auf ein (Vorder-)Rad geleitet werden. Stichwort Stabilitätsprogramm: Es ist in drei Abstufungen deaktivierbar, und nur im alleräußersten Grenzfall soll es - wieder - eingreifen.

Start-Mitgift

Abgesehen von den bereits angesprochenen Voll-LED-Scheinwerfern, den 19-Zoll-Alus, den Alcantara-Sportsitzen, dem Sportfahrwerk, der Progressivlenkung und so weiter liefert Seat in Österreich nebst anderem ein Infotainment-System samt 5,8 Zoll-Touchscreen serienmäßig mit. Auch ein Ambiente-Licht, das im Cupra-Modus jeweils rot aufglüht. Optional ist weiters zum Beispiel Leder-Möblierung zu haben. Und zur Zähmung des Sport-Löwen im Alltag werden diverse elektronische Helfer wie ACC (automatische Distanzregelung) und Frontassistent mit City-Notbremsfunktion angeboten.

Vorhang auf!

Bevor der Cup Racer im Frühjahr auf die heimischen Straßen losgelassen wird, sonnt er sich erst einmal im Scheinwerferlicht des Genfer Autosalons, von 6. bis 16. März. Die offizielle Österreich-Markteinführung folgt im April. Im Mai ruft dann der See, wo er im Rahmen des GTI-Treffens bei der „Wörther See-Tour 2014" vor großen Publikum vor den Vorhang treten wird. Als Dreitürer kostet er mit neuer NoVA ab 34.576 Euro. Wer doppelkuppeln will, muss mit ab 36.483 Euro kalkulieren. Fünftürig kommt er auf ab 35.609 beziehungsweise ab 37.681 Euro.

 

 

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