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Kia hat seinen Carens kräftig aufg´mascherlt. Zu haben ab April ab 21.990 Euro.
 
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Kia Carens: Phönix aus der Asche

Im April launcht Kia den Carens in dritter Generation. Der neue Kompaktvan wird den Platzhirschen Touran und Zafira gehörige Probleme bereiten. Warum, lesen Sie hier.

14.03.2013 | 00:00 | (autonet)

Vom hässlichen Entlein, zum schönen Schwan. Diese bekannte Parabel kann unumwunden auf den neuen Kia Carens angewendet werden. Wieder einmal hat Chefdesigner und, ob seiner Verdienste um die koreanische Marke, mittlerweile auch Präsident von Kia, Peter Schreyer, einem Proponenten der Marke mit gekonntem Pinselstrich zu höheren Weihen verholfen.

Nicht nur dass der neue Carens besser aussieht als seine Vorgänger (das wäre nicht so schwer), muss dem Familyvan auch im Konkurrenzumfeld eindeutig eine einstmalige optische Vormachtstellung attestiert werden. Neben einer sehr wohlgeratenen und auf eleganz ausgelegte Blechgestaltung mit allen mittlerweile zur feinen Trademark der Marke erhobenen Stilelementen (Tigernose-Grill), sind es die properen Proportionen, die den neuen Carens in ein so feines Licht rücken: In der Länge ist er um zwei Zentimeter eingedampft worden, in der Breite um 1,5 und in der Höhe gar um vier. Der Radstand wuchs dafür um ganz fünf Zentimeter.

Und genau dieser Umstand ist es, der die neuen Praxis-Tugenden des Van bedingt. Da ist, bei dieser Fahrzeuggattung klarerweise als erstes zu nennen, der deutlich gewachsene Innenraum. Mit maximal 1.650 Liter Ladegut lässt sich der Carens befüllen. Die Ladefläche ist bei umgelegten Rücksitzen brettleben. Apropos Rücksitze: die zweite Reihe besteht aus drei Einzelsitzen, die sich separat in der Länge verschieben und umklappen lassen. Optional kann noch um 900 Euro eine dritte Sitzreihe geordert werden, die sich komplett unter den Ladeboden klappen lässt. Ansonsten befinden sich dort, wie auch im Fußraum der zweiten Sitzreihe praktische Ablagefächer.

Aber weil ja nicht alle hinten sitzen können, sei hier auch die Atmosphäre in der erste Reihe beschrieben: Man fühlt sich sofort wohl in sehr klar gezeichentem und hochwertigem Ambiente. Fahrer- und Beifahrersitz sind gut konturiert und absolut langstreckengeeicht. Ablagen gibt es zahlreiche und mittels ausklappbarem Spiegel im Dachhimmel lässt sich das Geschehen auf den alles andere als billigen Plätzen gut beobachten. Drei Motoren stehen ab Markstart im April zur Disposition, wobei der 136 PS starke Diesel klar an erste Stelle der Optionenliste gestellt werden muss. Zum einen deswegen, weil er der einzige ist, der mit der gut abgestimmten 6-Gang-Wandlerautomatik geordert werden kann. Andererseits ist es auch der Motor selbst, der sich durch seine Laufruhe und der zurückhaltender Akustik auszeichnet.Die Fahrleistungen sind absolut ausreichend: Der 1,7-l-CRDI beschleunigt den rund 1.500 Kilo schweren Carens in 10,4 Sekunden auf 100, die Topgeschwindigkeit liegt bei 191 km/h. Der Verbrauch liegt laut Kia bei 4,8 Litern im Schnitt. Mit 4,7 Liter auf 100 Kilometern ist der 116 PS starke Diesel gleichen Hubraums nicht viel effizienter. Einziger Benziner und keineswegs zu vernachlässigende Option ist der 1,6 GDI mit 135 PS und einem Verbrauch von 6,8 Litern.

Das Fahrwerk ist auf punktgenau europäische Vorlieben zugeschnitten: straff im Unterton mit konziliant-komfortablem Grundcharakter. Der verlängerte Radstand macht sich auf der Autobahn mit sehr souveränem Handling bemerkbar.

Die Preise für den neuen Kia Carens starten bei 21.990 Euro für den Benziner und der Ausstattung Cool. Den Einsteigerdiesel gibt es ab 23.490 Euro. Die empfehlenswerte Kombination aus starkem Diesel und Automatikgetriebe gibt es erst in der zweithöchsten Ausstattungsstufe Active und schlägt sich dann mit 29.090 Euro zu Buche. Das zeigt doch eines auch recht klar: die Zeiten, in denen der Preis das hervorstechendste Argument für den Erwerb eines Kias waren, sind vorbei.

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