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Für 34.790 Euro ist der vollausgestattete Optima zu haben.
 
  • Bild: Marion Rodler
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Kia Optima 1.7 CRDi: Zum Wohl

Im Kia Optima gleitet man entspannt über die Straßen und sitzt auf hochwertigem Gestühl und das zum halben Preis der deutschen Kommilitonen.

01.08.2012 | 00:00 | (autonet)

Gut, es ist kein Stern drauf, keine blauweiße Turbine und auch keine vier Ringe. Dafür zahlt man auch nur die Hälfte. Was den Rest betrifft ist nur wenig Unterschied zu merken, zwischen den Mittelklasselimousinen der Premiumhersteller und dem hoch motivierten Angreifer aus Fernost.

Gut erzogen
Entspannt entstiegen wir nach zweiwöchiger (nicht ununterbrochener, wohlgemerkt) Testfahrt dem Kia Optima und müssen konstatieren: Dieses Fahrzeug dient sich äußerst geschmeidig an, erzeugt wenig, bis keine Dissonanzen ob funktioneller Dysfunktionen, schmeichelt dem Auge, ohne sich breitbeinig in den Vordergrund zu drängen. Man wird irgendwie das Gefühl nicht los, Kia sei über die Maße um das Wohlergehen seiner Kunden bemüht.

Reichhaltiges Angebot
Das beginnt schon damit, dass uns die Koreaner kein 08/15-Design aufs Aug´ drücken wollen und für die Gestaltung ihrer Produkte mit Herrn Schreyer nicht nur jemanden engagieren der das offensichtlich kann, sondern ihn auch noch mit Geld zuschütten – so motiviert man Mitarbeiter. Und weiter geht es in dieser Manier, etwa mit einem sehr wohlgestalten, modernen und aufgeräumten Cockpit. Die Bedienelemente gehen allesamt gut zur Hand, die Materialien sind hochwertig. Da gibt es ebenso wenig zu bekritteln wie an den mit weichem Leder bezogenen, gut konturierten, elektrisch bedienbaren Sitzen mit Kühlfunktion. Die hochwertige Grafik, sowohl beim zentralen Display im Armaturenbrett, als auch beim 7-Zoll-Touchscreen im Mitteltunnel erfreut ebenso, wie ein Feature, das man bei vielen anderen Herstellern vergebens sucht: die Sitzheizung im Fond. Ähnlich verhält es sich mit zwei bequem erreichbaren Hebeln im Kofferraum, mittels derer sich die Rücksitzlehnen umklappen lassen. Alles kleine Dinge, die dem Hersteller keinen Zacken aus der Krone brechen, aber den Alltag der Halter ungemein erleichtern und für eine großzügige, angenehme Atmosphäre sorgen.

Beruhigend und genügsam
Nicht ganz so generös in seiner Attitüde macht sich da der von uns getestete Einssiebener-Diesel mit 136 PS aus. Wobei allerdings gesagt werden muss, dass die dank komfortabel abgestimmten Fahrwerk und sanft schaltender Wandlerautomatik entspannte Grundhaltung am Steuer des Optima den Wunsch nach Forscherem nicht zu vordringlich werden lässt. Und so gesehen reichen die 136 PS allemal. Noch dazu, wo in der beschriebenen Fahrweise ein Durchschnittstestverbrauch von 6,7 Litern erreicht wird. Und so leistet der Kia Optima 1,7 CRDi beides: einen wertvollen Beitrag zur Verkehrsberuhigung und zur Ressourcenschonung. Wer auf ersteres dann aber doch pfeift, zweiterem aber sehr wohl etwas abgewinnen kann, der sei auf Herbst vertröstet, wenn der Optima mit Hybridantrieb, bestehend aus einem 209-PS-Benziner und einem 30-kW-Elektromotor angeboten wird.

Preisfrage
Der Preis für den Hybriden liegt dann nur 1.500 Euro über jenem für den Diesel-Optima von 28.490 Euro in der Basisausstattung Motion. Und: Der Gegenstand dieser G´schicht, der Optima 1,7 CRDi in der bereits weiter oben detailliert abgehandelten Topausstattung Active Pro kostet 34.790 Euro. Einzig das Panoramaglasschiebedach kostet extra. Ansonsten ist alles drinnen, was deutsche Kommilitonen locker die 60er-Marke überspringen lässt. Und so sorgt Kia auch für das pekuniäre Wohl. Fein.

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