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Auf Raubzug im SUV-Segment: Jaguar F-Pace

Mit einem gewaltigen Looping in einem Ring aus Feuer und Licht hat Jaguar am Vorabend der IAA seinen neuen F-Pace endlich auf die Straße entlassen

16.09.2015 | 21:49 | (autonet)

Diese Show konnte sich sehen lassen: Mit einem gewaltigen Looping in einem Ring aus Feuer und Licht hat Jaguar am Vorabend der IAA seinen neuen F-Pace endlich auf die Straße entlassen. Der Aufwand hätte kaum größer sein können, doch das Auto ist es den Briten wert. Schließlich krönt der erste Geländewagen in der Firmengeschichte das „ Year Of The Cat“, das ihnen vom XE über den XF bis hin zum F-Pace mehr Neuheiten gebracht hat als jedes andere seit der Gründung 1922. Und die Prognosen für den Herausforderer, der im Frühjahr zu Preisen knapp über 42 000 Euro an den Start geht, könnten rosiger kaum sein: Immerhin wird das Segment der vornehmen Geländewagen um weitere 40 Prozent wachsen und zum Ende des Jahrzehnts bei 1,2 Millionen Autos liegen, rechnen die Briten vor.

Bei ihrem Raubzug vor allem gegen die deutschen Geländewagen setzen die Briten auf einen Dreiklang, wie man ihn bislang selten gehört hat von Jaguar: Sie versprechen mehr Dynamik als sie ein Porsche Macan bieten kann, mehr Alltagsnutzen als in einem BMW X5 und mehr Innovationen als bei Schwaben und Bayern zusammen. Nicht umsonst habe allein das Infotainment des F-Pace mehr Rechenpower als eine Boeing 777, sagt Markenchef Steven de Ploey. Er sieht im F-Pace einen engen Verwandten des F-Type und nennt ihn deshalb auch nicht Geländewagen, SUV oder CrossOver, sondern kurz: Den praktischsten Sportwagen der Welt.

Mächtiges Design

Das Design des 4,73 Meter langen F-Pace ist mit weit ausgestellten Kotflügeln und mächtigen 22-Zöllern betont sportlich und die Abstimmung will diesen Anspruch unterstreichen. Nicht umsonst nutzt das SUV dank der Gene von XE und XF als erstes in dieser Klasse eine Konstruktion aus Aluminium und dürfte die Konkurrenz damit zumindest auf der Waage abhängen. Dazu gibt es neben den Sparmotoren aus dem XE auch die Spaßmotoren aus den größeren Modellen, so dass der F-Pace eine Bandbreite vom 180 PS-Diesel mit 4,9 Litern Normverbrauch bis zum V6-Kompressor mit 380 PS und einem Sprintwert von 5,5 Sekunden abdeckt.

Dass ein Jaguar auf der Straße sportlich fährt, das ist für die Briten selbstverständlich. Doch zum ersten Mal wollen sie auch abseits des Asphalts eine gute Figur machen. Deshalb gibt es nicht einfach nur einen Allradantrieb wie bei den Limousinen, sondern fast wie mit dem Terrain-Response-System bei der Schwestermarke Land-Rover stimmen sie den F-Pace auf Knopfdruck für jeden Untergrund speziell ab. Schlamm und Steine, Eis und Schnee oder doch lieber die Rennstrecke – einfach einstellen und Gas geben, den Rest macht die Elektronik.

Hightech-Spielereien

Die hat im F-Pace auch sonst einiges zu tun. Denn nachdem Jaguar schon beim XF mit reichlich neuen Hightech-Spielereien aufgetrumpft hat, legen die Strippenzieher in England jetzt noch einmal nach. Das frei konfigurierbare Digital-Cockpit ist deshalb eine klare Kampfansage an Audi und das um einen App-Store und eine Online-Verbindung herum konstruierte Infotainment- und Navigationssystem InControl auf dem acht Zoll großen Touchscreen lässt die aktuellen Systeme von Mercedes oder BMW ganz schön alt aussehen.

Dazu gibt es gleißend helle LED-Scheinwerfer, die üblichen Assistenzsysteme, eine Kameraüberwachung rund herum und ein paar Gimmicks, die man so noch nirgends gesehen hat: Zum Beispiel den neuen „Activity Key“ – ein wasserdichtes und stoßfestes Armband, mit dem man den Wagen verriegeln und alle darin befindlichen Schlüssel deaktivieren kann. Selbst als Fußgänger kennt man dann mit dem Jaguar F-Pace keine Grenzen mehr.

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