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im Test: Hyundai i20 UpGrade

... little car - ganz groß!

15.08.2013 | 00:00 | (autonet)

Mit der UpGrade Strategie bietet Hyundai für zahlreiche Modelle ein Plus an Ausstattung und Komfort. Wir haben uns den i20 UpGrade im Detail angesehen.

Beim ersten Kennenlernen des knallroten Hyundai i20 UpGrade fallen die kompakten Abmessungen und die ausgewogenen Proportionen sehr angenehm auf. Insgesamt fließen die Formen und die Verarbeitung wie auch die Spaltmaße lassen keine Kritik aufkommen und verleihen dem wendigen Stadtflitzer einen soliden Auftritt. Die Türen öffnen weit und machen den Zustieg recht komfortabel. Die Sitze sind angenehm straff gepolstert und geben auch in schnellen Kurven ausreichenden Halt. Das Armaturenbrett wirkt aufgeräumt, in der Mitte thront das Multimediacenter mit CD-Player, darüber das Infodisplay für Bordcomputer und Mediendisplay und links davon die klassischen Anzeigen wie Drehzahlmesser, Tacho, Kühlmitteltemperaturanzeige und Treibstoffstand. Nächtens in dezentes Blau gehüllt sind sie in jeder Situation gut ablesbar und lenken vom Verkehrsgeschehen nicht ab.

 


Die Bedienelemente sind dort, wo man sie sucht, alles in allem setzt sich im Innenraum das gefällige Design fort. Das griffige Lederlenkrad und der Lederschaltknauf runden den insgesamt guten Eindruck ab, man fühlt sich wohl. Auch wenn man größer als 1,80 ist, hat man dank höhenverstellbarem Fahrerinnensitz keine Probleme eine angenehme Sitzposition zu finden. Dem kommt auch das höhen- und weitenverstellbare Lenkrad sehr entgegen. Die Anmutung der Materialien im Innenraum läßt sich durchaus als hochwertig bezeichnen. Umgeben von sechs Airbags kommen auch keine Sicherheitsbedenken auf und das bestätigen auch Crashtests wie beispielsweise jener des glaubwürdigen deutschen Automobilclubs ADAC. Sowohl in der ersten wie auch in der zweiten Sitzreihe darf man sich bei 88 von 100 möglichen Prozentpunkten getrost sicher fühlen. Auch und vor allem bei der Kindersicherheit schneidet der kleine Stadtfloh äußerst gut ab. In den äußeren Sitzen der Rückbank sind zwei ISOFIX-Halterungen eingebaut und mehr bekommt man auf der Rückbank auch nicht unter. 

Dank versenkbarer hinterer Kopfstützen ist die Sicht nach hinten hervorragend und die gute Rundumsicht lediglich durch die ein wenig breit geratene C-Säule etwas eingeschränkt, was im Alltag selbst bei flotter Stadtfahrt aber nicht negativ auffällt. An den Außenspieglen sind beim getesteten Sondermodell „UpGrade“ auch die seitlichen Blinklichter angebracht. Auch die Spiegel sind elektrisch verstell- und beheizbar.Überhaupt ist der i20 und hier eben insbesondere der UpGrade ein Fahrzeug, das für die ganz alltäglichen Belastungen des urbanen Alltags konstruiert wurde. Ob mal kurz Gartenerde beim Baumarkt holen, oder die Kids samt Freunden vom Fußball- zum Spielplatz zu kutschieren – der kleine i20 packt das. Der Kofferraum geht tief hinunter und fasst bei einem Maximalgewicht von 435 kg und mit einem Ladevolumen von 270 Litern locker den Wocheneinkauf und offenbart bei Bedarf bei umgelegten Rücksitzen bis zu 685 Liter. Sehr praktisch: die bewährte 3:2-Teilung der Rücksitze um die Flexibilität zu optimieren.

Wirft man den i20 Motor an, säuselt es leise aus dem Motor- in den Innenraum und in dieser Art und Weise geht es auch weiter. Gemütliches cruisen ermöglicht der 1,2-Liter-Benziner bis zu einer Drehzahl von rund 3000 Touren, ab dann darf’s auch ein wenig sportlich sein, möglichst hoch hinaus bis jenseits der 6000 Motorumdrehungen, denn dort treffen sich dann die Kraft von 85 Pferden mit dem ab 4000 Umdrehungen verfügbaren Drehmoment von 121 Nm. 


Dabei genehmigt sich der i20 laut EC-Norm durchschnittlich 4,7 Liter vom 95-Oktanigen, im Testbetrieb konnten es bei forcierter Fahrweise im Stadtbetrieb auch mal knapp sechs Liter werden. Das Fahrwerk spielt das alles locker mit, einzig bei kurzen aufeinander folgenden Stößen kann das Heck ein wenig unruhig werden. Das unmerklich arbeitende ESP und auch das mittels unauffälligem Lenkeingriff arbeitende Vehicle Stability Management – kurz VSM – kümmern sich darum, dass die Karosse jederzeit ruhig und beherrschbar bleibt. Bemerkenswert auch, wie ruhig der Wagen auf der Autobahn sogar bei hohen Geschwindigkeiten liegt und somit auch lange Strecken problemlos wegsteckt, wobei der Sound ab 140 Sachen ein wenig kerniger wird. 

Als standhaft erwiesen sich die kräftig zupackenden Bremsen. Selbst nach mehrfachen Vollbremsungen aus hohen Geschwindigkeiten ließen die Zangen nicht locker und packten sicher zu. Sollte es sich dennoch einmal nicht ausgehen sorgen nebst den Sicherheitsgoodies wie ESP und VSM auch sechs Airbags für umsorgende Sicherheit. Vor allem im Hinblick auf die Kosten von nur 11.990,- Euro stellt der i20 UpGrade ein höchst attraktives Angebot dar, das den Vergleich mit wesentlich teuereren Fahrzeugen in seiner Klasse auf keiner Ebene scheuen muss. Wer sein altes Fahrzeug mitbringt kann zusätzlich noch einen Tausender sparen. Der kleine Große i20 ist mit diesen Assets jeder sich darbietenden Situation im Alltag souverän gewachsen.

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