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Deutlich fescher, besser ausgestattet, aber um keinen Cent teurer ist der neue Sandero und die hochgestellte Version Stepway ab Dezember zu haben.
 
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Dacia Sandero: Hübsch billig

Ausnehmend günstig war der Dacia Sandero schon in der ersten Generation. In der zweiten Auflage kommt auch eine gute Portion optische Finesse dazu. Besonders profitiert vom Facelift hat die hochgestellte Version, der Stepway. Wie sich die Billigheimer fahren, lesen Sie hier.

26.11.2012 | 00:00 | (autonet)

Wie man aus einer Not eine Tugend macht, zeigt Dacia in einem nie da gewesenen Lehrbeispiel. Der rumänische Renault-Ableger erlebt in Zeiten, in denen der Neuwagenkauf für immer mehr eine unüberwindliche finanzielle Hürde darstellt einen Höhenflug nach dem anderen. Zweistellig sind die Zuwachsraten, stetig steigend die Marktanteile. Es ist aber nicht nur das bloße Kapital, das Dacia aus der Krise schlägt. Erstaunlich ist vor allem das Image, das Dacia angedeiht: Der Rumänische Renault-Ableger hat sich dem Nimbus des geschmähten Diskontvehikels enthoben und gilt spätestens seit dem Duster als kluge Wahl und erlangt sogar so etwas wie Kultstatus, was die Existenz diverser Dacia-Fanclubs beweist.

Ästhetische Ansprüche
Es ist aber nicht nur das Bestreben von Dacia, preisbewusste Mobilitätswillige in den Besitzstand eines Neuwagens zu bringen, das der Marke diesen Lauf beschert. Es ist auch das immer mehr vom Erfolg gekrönte Bemühen, selbige ob der Zuwendung zum Thema Design in ihren Fahrzeugen auch gut aussehen zu lassen. Diesbezüglich hat Dacia mit dem Duster den Durchbruch erlangt und auch der Familyvan Lodgy und der nun eben neu aufgelegte Kleinwagen Sandero - vor allem in der gelungenen Stepway-Version - folgen dieser Maxime: zeitgemäße Optik zu einem unschlagbaren Preis.

Endet dort, wo andere beginnen
Letzterer startet bei 7.490 Euro, womit der Sandero der günstigste Neuwagen am Markt ist. Was man dafür bekommt ist alles andere als nebbich: neben sicherheitsrelevanten Features wie ESP, Seitenairbags und Isofix gibt es in der Grundversion nun auch komfortables wie Servolenkung und geteilt umlegbare Rücksitzlehnen. Wer sich für die Top-Version Lauréate entscheidet – und das tut ein Großteil der Dacia-Kunden – findet sich in einem nahezu voll ausgestatteten Kleinwagen wieder. Lediglich für die Klimaanlage muss dann noch ein Aufpreis von 700 Euro entrichtet werden. Empfehlenswert ist dann noch das gut funktionierende Touchscreen- Navi (MEDIA NAV) um 550, die hintere Einparkhilfe um 190, der Tempomat um ebenfalls 190 Euro und für die Optik die 15-Zoll Leichtmetallfelgen um rund 480 Euro. Für die dann anfallenden 11.000 Euro ist anderswo erst die rudimentär ausgestattete Einstiegsversion zu haben.

Neuer 3-Zylinder-Benziner aus dem Clio
Der Fairness halber muss allerdings gesagt werden, dass bei diesem Preis lediglich der 1.2 l-Einstiegsbenziner mit 75 PS unter der Haube sein Werk verrichtet. Besser bedient ist man da eindeutig mit dem TCe 90, der jüngst im neuen Renault Clio seinen Einstand gefeiert hat. Zwar treibt der moderne Dreizylinder-Benziner den Preis noch einmal um 1.000 Euro, allerdings bekommt man dafür spürbar mehr Leistung, bei erheblich niedrigerem Verbrauch (5 l/100 Kilometer). Lediglich am Rande seien die beiden Dieselmotoren dCi 75 und dCi 90 erwähnt. Diese haben mit einem Schnitt von 3,8 Litern zwar einen deutlichen Verbrauchsvorteil, stellen allerdings aufgrund der Mehrkosten von doch einigen Hundertern in diesem preissensiblen Segment ein Minderheitenprogramm dar.

Und sonst?
Das Fahrwerk ist Dacia-typisch komfortabel ausgelegt. Das erfreut auf holprigen Fahrbahnen, ohne auf kurvenintensiven Passagen ein Gefühl der Unsicherheit zu vermitteln. Gelenkt, geschalten und gebremst wird ohne große Beanstandungen. Selbiges gilt für den Sitzkomfort und das Platzangebot. Der Kofferraum ist mit 320 bis maximal 1.200 Liter klassendurchschnittlich. Erfreulich, was sich im inneren dem Auge bietet: statt der tristen Atmosphäre im Vorgänger, bietet der neue Sandero ein durchaus gefälliges Ambiente. Zu haben ist der neue Sandero ab Dezember. Der optisch gefälligere Stepway kommt im März 2013, wobei hier die Basisversion entfällt. Die Preise für den hochgestellten Sandero starten bei 10.190 Euro mit dem TCe 90-Benziner und Ambiance-Ausstattung.

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