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Der Grand Voyager entwickelte sich vom Schlachtschiff zum Cruiser.
 
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Grand Voyager: Die rollende Schatztruhe

Wenn alles gleitet, klappt und rollt – dann befinden wir uns im größten Mountainbike-Schlucker unter den Minivans, die eigentlich Maxivans heißen sollten.

26.06.2009 | 00:00 | (autonet)

Amerikaner lieben die Show, das wissen wir. Und der neue Grand Voyager liebt die ganz große Show. Auch wenn das Feature nicht mehr ganz neu ist, mit den elektrisch auf und zu gleitenden Schiebetüren, die per Knopfdruck an der Fernbedienung starten, generiert man immer noch Aufmerksamkeit.

Der wahre Show-Act findet aber im Innenraum statt: Ebenfalls per Knopfdruck schlägt die dritte Sitzreihe anmutig einen Purzelbaum und senkt sich dann flach in den Laderaum. Weil unsere Limited-Version in der zweiten Reihe nur zwei Einzelsitze bietet, hat man eigentlich schon gewonnen: Mountainbikes und Ski (auch Sprungski) lassen sich in der Mitte durchschieben, und hinten eröffnet sich eine Kathedrale des Ladens. Doch es ist immer noch nicht genug.

Stow’n’Go
Für die ambitioniertesten Aufgaben hat Chrysler nämlich das einmalige Stow’n’Go System erfunden: Es besteht aus zwei Höhlen im Fußraum der zwei mittleren Einzelsitze und einer ausgeklügelten Sitz-Falt-Kinematik: Auf diese Weise recken, strecken und falten sich die Sitze wie Shaolin-Mönche und klappen dann in den Keller des Voyager. Übrig bleibt eine völlig ebene Ladefläche und die reizvolle Möglichkeit, über drei Kubikmeter rollenden Raums, der perfekt von allen Seiten zugänglich ist, vollstopfen zu können.

Vom Schlachtschiff zum Cruiser
So viel zum Laden – aber auch das Bewegen der Ladung passiert im neuen Grand Voyager so souverän wie nie zuvor. Unsere Kombination – Diesel mit Automatik – ist jener Idealfall, in dem Herz und Hirn gleichermaßen zufrieden sind. Das Hirn, weil die Verbrauchswerte zwischen neun und elf Litern für ein Auto mit dieser Größe und diesem Status völlig okay sind; das Herz, weil die neue Sechsgangautomatik dezent schaltet und das riesige Schiff zu einem Cruiser nach amerikanischem Grundrezept macht. Die gute Geräuschdämmung und die für ein Auto dieser Größe erstaunliche Karosseriesteifigkeit sind weitere Bausteine fürs frohgemute Fahren.

Dass der neue Voyager nicht nur Raum im großen, sondern auch im kleinen bietet, ist ein Showfaktor, der sich erst schrittweise erschließt: Es gibt hunderte Ablagen, eine mehrfach talentierte Mittelkonsole, schlaue Dachfächer. Als Ami bietet der Urvater aller Minivans natürlich auch Dosenhalter – und zwar für mehr Getränke, als man ohne Auszusteigen trinken kann.

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