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Abarth: Wiederbelebung des Skorpions

Die italienische Kult-Marke „Abarth“ mit dem Skorpion als Logo erlebt gerade eine Art Renaissance. Auf einem 900 Quadratmeter großen Areal können Besucher erstmals ihre eigenen Karossen restaurieren lassen und zugleich Renn-Boliden vergangener Epochen bestaunen.

20.11.2015 | 11:16 | (autonet)

Herbsttage in Turin sind lange und kalt. Nebel hängt wie ein Schleier über der Stadt, Sonne und Mensch machen sich rar. Sucht man nach Wärme, sollte man sich in eines der zahlreichen Turiner Stadtcafès begeben, oder den Stadtteil Mirafiori aufsuchen. Dort, wo sich die größte Fiat-Niederlassung Italiens befindet und Klassiker der Marke seit Jahrzehnten produziert werden, schlagen die Herzen aller Motosport-Tifosi seit November diesen Jahres höher.

Die Werkstätte „Abarth“, bereits seit den 40er Jahren für die gewissen PS mehr im Getriebe zuständig und einst vom österreichischen Rennfahrer Karl Abarth 1949 gegründet, eröffnet mit dem sogenannten „Officine Abarth Classiche“ eine Art begehbares Museum. Zwischen Klassikern wie dem Fiat 131 Abarth Alitalia und dem Fiat 695 werden neue Fiat-Karossen mit zusätzlichen Pferdestärken ausgestattet und hauseigene Modelle vergangener Tage wieder auf Vordermann gebracht. Zugleich können sich „Abarthisti“ ihre Boliden samt Motor, Getriebe, Auspuffanlage und Fahrwerk erstmals offiziell zertifizieren und registrieren lassen.

Dolce Vita im Getriebe

Wie Vorstand Paolo Gagliardo auf der Eröffnung des Projekts verkündete, geht es Abarth damit vor allem darum, einen Raum zu schaffen, wo historisches Prestige und modernes Design aufeinandertreffen. Die Werkstätte, welche nach wie vor Formel-Serien mit Motoren ausstattet, will sich trotz zunehmender Konkurrenz aus dem Ausland weiterhin als klassische Waffen-Schmiede Italiens verstehen.

Auf die Frage, ob für die 2016 angekündigte Neu-Auflage des Kult-Cabriolets Fiat 124 Spider auch eine Abarth-Version auf den Markt kommen wird, wollte der Capo der Werkstätte nicht zu viel verraten und sagte nur: „ci stiamo pensando“, was so viel bedeutet, dass man in Mirafiori auf jeden Fall darüber nachdenkt.

 

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