Zur Mobilversion wechseln
 
  • Bild: (c) PICTURE:SERVICEGMBH
  • Senden
  • Drucken

Eine Sturmhaube für die Schickeria: Lamborghini Huracan Spyder

Jetzt müssen sich die Luden die Locken festkleben - Zwei Jahre nach dem Start des Lamborghini Huracan lässt die Italo-Flunder ab 2016 das Hauberl fallen.

14.09.2015 | 17:46 | (autonet)

Die Schickeria kann so langsam die Sturmhauben aus der Schublade kramen und ambitionierte Schnellfahrer machen am besten einen Termin beim Friseur: In Sant’ Agata braut sich ein Orkan zusammen und Lamborghini kommt im Sturm zur IAA. Denn zwei Jahre nach dem Start des Huracan lässt der italienische Flachmann die Hüllen fallen und startet als Spyder in die Open-Air-Saison 2016.

Leidenschaftliche Luftnummer

Wer knapp 222 000 Euro (Deutschlandpreis) locker macht, bekommt von Lamborghini eine leidenschaftliche Luftnummer, die reichlich Fahrtwind garantiert. Nicht umsonst tobt im Heck des Allradlers ein 5,2 Liter große V10-Motor, der sündige 610 PS leistet und mit bis zu 560 Nm an den großen Rädern zerrt. Zwar beugen sich auch die Italiener den Spaßbremsen in den EU-Büros und bauen zum neuen Modelljahr mit Rücksicht auf den CO2-Ausstoß eine Zylinderabschaltung ein, die im Schongang eine Bank abklemmt und den Verbrauch auf 12,3 Liter drückt. Doch so ganz lassen sie sich Lust und Leidenschaft deshalb nicht vermiesen. Auf Albernheiten wie eine Aufladung wird deshalb tapfer verzichtet und der Huracan schreit mit weit über 8 000 Touren, wie es sich für einen Sauger gehört. Und wenn man mit dem Karbon-Keil oben ohne in 3,4 Sekunden von 0 auf 100 stürmt und kurz danach mit bis zu 324 km/h dem Horizont entgegen rast, dann könnte man den Wagen wahrscheinlich auch Hurrikan nennen.

Tanga-Top

Wobei das mit der Open Air-Kultur so eine Sache ist. Denn so richtig luftig dürfte der Huracan selbst mit offenem Verdeck nicht werden. Schließlich ist das Tanga-Top kaum größer als ein Handtuch und die markanten Höcker hinter den Sitzen sind so hoch, dass man sich eher fühlen wird wie in einer rasenden Badewanne als auf einer schnellen Sonnenbank. Doch zum Sehen und Gesehenwerden wird es allemal reichen und wenn man nur langsam genug fährt, bekommt man sich auch ein bisschen Sonne ab.

Hier zur Erinnerung die Diashow vom geschlossenen Modell:

Zumindest vorübergehend muss man sich in diesem Auto ohnehin zur Schleichfahrt zwingen. Denn während der Huracan Spyder bei Vollgas zu den schnellsten Open-Air-Modellen am Markt wird, lässt er sich beim Druck auf den Verdeckknopf eine gefühlte Ewigkeit Zeit: 17 Sekunden lang darf man nicht schneller als Tempo 50 fahren, wo man doch sonst in dieser Zeit schon mehr als 200 Sachen auf der Uhr haben könnte. Eile mit Weile, heißt da die Devise.

  • Senden
  • Drucken